OPEN · Perception & attention · Deciding, hesitating & struggling · Body, material & action · Society & living together

HITZE IST NICHT FÜR ALLE GLEICH.

Ich untersuche, wie unterschiedlich Menschen Hitze erleben und welche körperlichen, gesellschaftlichen und räumlichen Bedingungen dabei eine Rolle spielen. Mich interessiert, wer sich anpassen kann, wer besonders betroffen ist und wie wir mit diesen Unterschieden umgehen.

Was macht Hitze mit uns – und was machen wir mit ihr?

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HITZE IST NICHT FÜR ALLE GLEICH.

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HITZE IST KEINE MEINUNG.

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01 — AUSGANGSPUNKT

Hitze ist zunächst eine körperliche Erfahrung. Wir spüren sie auf der Haut. Wir verändern unsere Bewegung. Wir suchen Schatten, trinken Wasser, öffnen Fenster oder verlassen einen Raum. Was an einem Tag angenehm erscheint, kann an einem anderen zur Belastung werden. Gleichzeitig begegnen wir Hitze durch Zahlen, Vorhersagen, Warnungen und gesellschaftliche Diskussionen.

Eine Temperatur wird gemessen. Ihre Bedeutung entsteht jedoch nicht allein aus dem Messwert. Mich interessiert das Verhältnis zwischen dem, was wir körperlich erfahren, und dem, was wir über Hitze wissen, erwarten und beurteilen.

02 — WAS ICH UNTERSUCHE

Ich untersuche, wie Hitze unser Wahrnehmen, Denken und Handeln verändert. Wann bemerken wir, dass unser Körper anders reagiert? Welche Gewohnheiten behalten wir bei, obwohl sich die Bedingungen verändert haben? Wie beeinflussen Kleidung, Architektur, Arbeitszeiten, öffentliche Räume und persönliche Möglichkeiten unsere Erfahrungen? Hitze betrifft Menschen nicht unter denselben Voraussetzungen.

Was für einen Menschen eine angenehme Sommererfahrung ist, kann für einen anderen eine erhebliche Einschränkung bedeuten. Mich interessiert auch, wie wir Entscheidungen treffen. Wann verlassen wir uns auf einen Messwert? Wann auf unsere eigene Körperwahrnehmung? Und wann geraten beide in Spannung?

WHAT DIRECTS? — Was bestimmt unseren Umgang mit Hitze?

03 — KÜNSTLERISCHE PRAXIS

Die Untersuchung beginnt beim Wahrnehmen. An einem Ort verweilen. Einen Standort wechseln. Schatten und Sonne vergleichen. Beobachten, wie sich die eigene Bewegung verändert. Auch Materialien können Teil der Untersuchung werden. Oberflächen erwärmen sich unterschiedlich. Räume speichern Wärme. Kleidung verändert die körperliche Erfahrung. Fotografie, Film, Audio, Text, Messungen und körperliche Handlungen ermöglichen verschiedene Annäherungen.

Dabei ersetzen Messwerte nicht die eigene Erfahrung. Umgekehrt kann persönliche Wahrnehmung nicht alle gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Bedingungen erklären. Gerade diese unterschiedlichen Zugänge interessieren mich.

04 — DIE KOLLEKTION

HITZE IST NICHT FÜR ALLE GLEICH. verbindet Untersuchungen über Körper, Wahrnehmung, Material, Räume und gesellschaftliche Bedingungen. Einzelne Arbeiten können sich mit einem konkreten Ort, einer Alltagssituation, einer körperlichen Reaktion oder einer öffentlichen Aussage beschäftigen. Die Kollektion beschränkt sich nicht auf die Darstellung von Sommer oder Temperatur. Sie fragt, was unter veränderten klimatischen und körperlichen Bedingungen geschieht.

Wie passen Menschen ihr Verhalten an? Welche Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung? Und wer kann sich Veränderungen überhaupt leisten?

05 — WAS SICH VERSCHIEBT

Hitze verändert nicht nur unsere Umgebung. Sie kann auch unsere Vorstellungen davon verändern, was ein normaler Tagesablauf ist. Eine gewohnte Tätigkeit wird anstrengender. Ein bisher angenehmer Platz wird gemieden. Ein Raum verliert seine ursprüngliche Funktion. Vielleicht erkennen wir, dass eine Entscheidung, die unter früheren Bedingungen sinnvoll war, erneut überprüft werden muss. Dabei wird die Beziehung zwischen Körper und Umgebung sichtbar.

Nicht nur wir verändern unsere Umgebung. Die Bedingungen unserer Umgebung verändern auch unser Handeln.

06 — OFFENE FORTSETZUNG

Hitze bleibt ein sich veränderndes Untersuchungsfeld. Neue Orte, Jahreszeiten, körperliche Erfahrungen und gesellschaftliche Entwicklungen können weitere Fragen eröffnen. Auch meine eigene Wahrnehmung kann sich verändern. Was ich früher als angenehme Wärme erlebt habe, kann ich unter anderen Bedingungen anders beurteilen. Die Kollektion bleibt deshalb offen für Beobachtungen, Vergleiche, Experimente und Rückkehrphasen.

Was macht Hitze mit uns? Und wie verändert sich unser Handeln, wenn wir ihre Wirkung genauer untersuchen?

Untersuchungen

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