Ausgangspunkt der Arbeiten sind konkrete körperliche, gesellschaftliche oder mediale Erfahrungen: Hitze, Widerstand, Aufmerksamkeit, Überforderung, Nähe, automatisierte Wahrnehmung oder die Verschiebung von Autorschaft durch künstliche Intelligenz.
Diese Erfahrungen werden nicht illustriert.
Sie werden in künstlerische Anordnungen überführt.
Dabei können Sprache, Fotografie, Video, Klang, Material, Körper, generative Systeme und öffentlicher Raum miteinander verbunden werden.
Das Medium steht nicht am Anfang einer Arbeit. Es ergibt sich aus der Frage, die eine Arbeit stellt.
Das Werk liegt deshalb nicht ausschließlich im sichtbaren Objekt.
Es entsteht auch in den Übergängen:
zwischen körperlicher Erfahrung und medialer Erscheinung,
zwischen menschlicher Setzung und generativer Übertragung,
zwischen Wahrnehmung und Interpretation,
zwischen dem, was vollzogen wurde, und dem, was als Geschehen erscheint.
Die Arbeiten folgen keiner einheitlichen Bildsprache.
Sie entwickeln Verfahren und Situationen, in denen gewohnte Wahrnehmung unterbrochen und ihre Bedingungen lesbar werden.
Nicht das schnelle Verstehen steht im Mittelpunkt.
Sondern der Moment davor.