Steffen Rolla im Atelier zwischen Skulpturen und geometrischen Arbeiten KI-Visualisierung

WERKE

Werke

Steffen Rolla arbeitet konzeptuell und transmedial.

Ausgangspunkt der Arbeiten sind konkrete körperliche, gesellschaftliche oder mediale Erfahrungen: Hitze, Widerstand, Aufmerksamkeit, Überforderung, Nähe, automatisierte Wahrnehmung oder die Verschiebung von Autorschaft durch künstliche Intelligenz.

Diese Erfahrungen werden nicht illustriert.

Sie werden in künstlerische Anordnungen überführt.

Dabei können Sprache, Fotografie, Video, Klang, Material, Körper, generative Systeme und öffentlicher Raum miteinander verbunden werden.

Das Medium steht nicht am Anfang einer Arbeit. Es ergibt sich aus der Frage, die eine Arbeit stellt.

Das Werk liegt deshalb nicht ausschließlich im sichtbaren Objekt.

Es entsteht auch in den Übergängen:

zwischen körperlicher Erfahrung und medialer Erscheinung,

zwischen menschlicher Setzung und generativer Übertragung,

zwischen Wahrnehmung und Interpretation,

zwischen dem, was vollzogen wurde, und dem, was als Geschehen erscheint.

Die Arbeiten folgen keiner einheitlichen Bildsprache.

Sie entwickeln Verfahren und Situationen, in denen gewohnte Wahrnehmung unterbrochen und ihre Bedingungen lesbar werden.

Nicht das schnelle Verstehen steht im Mittelpunkt.

Sondern der Moment davor.

Werkfelder

ICH UND ICH – Arbeiten über Autorschaft, Körper und Erscheinung KI-Visualisierung

ICH UND ICH

Arbeiten über Autorschaft, Körper, künstliche Intelligenz und die Differenz zwischen Vollzug und Erscheinung.

Der körperlich anwesende Mensch, die generierte Figur und die mediale Werkgestalt erscheinen nicht als identische Instanzen.

Zwischen ihnen bleibt ein Abstand bestehen.

Wer hat gehandelt?

Was wurde übertragen?

Was ist erschienen?

Und wem wird das entstandene Werk zugeschrieben?

Die Arbeiten lösen diese Fragen nicht auf. Sie halten die unterschiedlichen Erscheinungspositionen nebeneinander offen.

ICH UND ICH ANSEHEN
Körper und Material – Frottage, materielle Spur eines körperlichen Vollzugs KI-Visualisierung

KÖRPER UND MATERIAL

Arbeiten, die aus Berührung, Bewegung, Widerstand und materieller Veränderung hervorgehen.

Das Material ist dabei nicht bloß Träger einer bereits vorgesehenen Form.

Es antwortet.

Es begrenzt.

Es widersetzt sich.

Und es verändert die Handlung.

Biegen, Reiben, Halten, Schneiden, Schichten und Ordnen hinterlassen Spuren eines körperlichen Vollzugs.

Die entstandene Form bildet diesen Vollzug nicht vollständig ab. Sie zeigt, dass etwas stattgefunden hat, ohne das Geschehen abschließend zu erklären.

ARBEITEN ANSEHEN
Öffentliche Setzung – Intervention im öffentlichen Raum KI-Visualisierung

ÖFFENTLICHE SETZUNGEN

Plakate, Audioarbeiten, Interventionen und räumliche Anordnungen, die Fragen in den öffentlichen Raum setzen.

Die Arbeiten erklären ein Thema nicht abschließend.

Sie greifen in die Bedingungen ein, unter denen etwas gesehen, gehört, bewertet oder übernommen wird.

Eine öffentliche Setzung ist deshalb nicht nur Mitteilung.

Sie unterbricht einen gewohnten Zusammenhang und erzeugt eine neue Situation.

Die Betrachtenden stehen nicht ausschließlich vor einem Werk.

Sie geraten in dessen Frage.

ÖFFENTLICHE ARBEITEN ANSEHEN

Öffentlicher Untersuchungsraum

UN/INFORM

UN/INFORM ist kein einzelnes Werkfeld.

Es ist ein öffentlicher Raum für künstlerische Untersuchungen, Texte, Audioarbeiten und Setzungen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache, Medien, Bewertungen und gesellschaftliche Routinen unsere Wahrnehmung bereits formen, bevor wir sie bewusst geprüft haben.

UN/INFORM untersucht nicht nur, was mitgeteilt wird.

Es untersucht auch den Moment, in dem etwas bereits Richtung erhalten hat.

Veröffentlichung wird dabei selbst Teil der künstlerischen Anordnung.

Texte, Klänge und Setzungen informieren nicht nur über einen Gegenstand. Sie unterbrechen die Form, in der dieser Gegenstand gewöhnlich erscheint.

Nicht mehr Information.
Mehr Moment davor.

Werk und Praxis

Aus den künstlerischen Untersuchungen sind Verfahren hervorgegangen, die auch in Bildung, Zusammenarbeit und öffentlichem Raum eingesetzt werden.

Werk und Praxis berühren sich.

Sie sind jedoch nicht identisch.

Das Werk muss keine Anwendung erfüllen.

Es bleibt offen für Widerspruch, Mehrdeutigkeit und eine Wahrnehmung, deren Ergebnis nicht festgelegt ist.

Die Formate von CMG übertragen deshalb nicht einzelne Kunstwerke in Schule oder Unternehmen.

Sie eröffnen eigenständige Situationen, in denen Wahrnehmung, körperlicher Vollzug, Material und gemeinsames Handeln erfahrbar werden.

Die künstlerische Arbeit ist nicht die Illustration der Methode.

Und die Methode ist nicht das Ziel des Werkes.

Beide entstehen aus einer gemeinsamen Frage:

Was geschieht, bevor eine Form feststeht?