Wirkfeld

EVERYDAY

Der Alltag vor seiner Selbstverständlichkeit.

Was gibt dem Gewöhnlichen seine Selbstverständlichkeit?

EVERYDAY bezeichnet das gesellschaftliche Wirkfeld, in dem künstlerische Arbeiten und Untersuchungen auf gewöhnliche Gegenstände, vertraute Handlungen, Routinen und wiederkehrende Situationen treffen.

Im Alltag erscheint vieles bereits eindeutig. Ein Gegenstand besitzt eine Funktion. Ein Geschmack ist vertraut. Eine Handlung folgt einer Gewohnheit. Ein Wort scheint unmittelbar verständlich.

Diese Ordnungen ermöglichen Orientierung und alltägliches Handeln. Sie beeinflussen jedoch auch, was wir wahrnehmen, erwarten, bewerten und für selbstverständlich halten.

WHAT DIRECTS? – Investigations into what shapes how we see, think and act – kann hier untersuchen, wodurch etwas für uns dasselbe bleibt oder anders wird.

Eine Untersuchung kann mit einem gewöhnlichen Gegenstand, einer Mahlzeit, einer Berührung, einem Wort, einer Erinnerung oder einer bereits bestehenden Handlung beginnen.

Künstlerische Setzungen können vertraute Bedingungen verändern und sichtbar machen, was sich in Wahrnehmung, Bewertung und Entscheidung verschiebt – und was bestehen bleibt.

Nicht immer muss dafür etwas unterbrochen oder verändert werden. Manchmal wird erst im Verlauf erkennbar, welche Bedingungen bereits wirksam waren.

CMG kann für bestimmte Untersuchungen als spezifische Architektur eingesetzt werden. Nicht jede EVERYDAY-Untersuchung verwendet CMG. Nicht jede künstlerische Arbeit im Alltag gehört zu WHAT DIRECTS?. Nicht jede Untersuchung muss zu einem Werk oder einer Edition führen.

NICHT DAS GEWÖHNLICHE MUSS ANDERS WERDEN.

UNTERSUCHT WIRD, WODURCH ES FÜR UNS DASSELBE BLEIBT ODER ANDERS WIRD.

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Alltag und Handlung – Wirkfeld EVERYDAY

Kontexte im Alltag

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  • Routine

    Wann wird eine wiederholte Handlung zur Selbstverständlichkeit?

    Wiederkehrende Handlungen ermöglichen Orientierung und erleichtern alltägliche Entscheidungen.

    Mit der Zeit werden viele dieser Handlungen ausgeführt, ohne dass ihre Bedingungen ausdrücklich betrachtet werden.

    Eine künstlerische Untersuchung kann untersuchen, wodurch eine Handlung vertraut wird, wann sie als selbstverständlich gilt und welche anderen Möglichkeiten dabei unbeachtet bleiben.

    Nicht jede Routine muss verändert werden. Auch ihre Beständigkeit kann Gegenstand einer Untersuchung sein.

  • Gegenstand & Berührung

    Was lässt einen vertrauten Gegenstand für uns derselbe bleiben?

    Gewöhnliche Gegenstände begegnen uns bereits mit Funktionen, Namen und Erwartungen.

    Ein Gegenstand kann berührt, betrachtet, benutzt, geöffnet oder in einen anderen Zusammenhang gebracht werden. Dabei verändern sich möglicherweise seine Bedeutungen und Bewertungen.

    Eine künstlerische Untersuchung kann fragen, wodurch wir ihn weiterhin als denselben Gegenstand erkennen und wann er für uns anders wird.

  • Sprache

    Wie beeinflussen Wörter, was wir im Alltag erwarten und tun?

    Alltägliche Sprache ermöglicht Verständigung.

    Begriffe, Bezeichnungen und wiederkehrende Formulierungen können jedoch bereits bestimmte Erwartungen und Handlungen nahelegen.

    Eine künstlerische Untersuchung kann Wörter trennen, verschieben, vergleichen oder in neue Beziehungen bringen.

    Dabei wird untersuchbar, wie Sprache alltägliche Wahrnehmungen und Entscheidungen beeinflusst.

  • Zeit & Übergang

    Wann wird aus einem möglichen nächsten Schritt der tatsächliche nächste Schritt?

    Alltägliche Handlungen bestehen aus Übergängen. Etwas beginnt. Etwas wird unterbrochen. Eine Möglichkeit wird gewählt. Eine andere wird aufgegeben. Ein vertrauter Ablauf setzt sich fort oder verändert sich.

    Eine künstlerische Untersuchung kann diese Übergänge untersuchen.

    Dabei kann sichtbar werden, wann Möglichkeiten entstehen, verschwinden oder nicht mehr berücksichtigt werden.

  • Begegnung

    Was bestimmt, wie wir auf einen anderen Menschen reagieren, bevor wir darüber nachdenken?

    Begegnungen sind bereits durch Erwartungen, Erfahrungen, Sprache, Rollen und vorhandene Beziehungen geprägt.

    Ein Blick, eine Geste, ein Satz oder eine räumliche Anordnung kann beeinflussen, wie eine Situation verstanden wird.

    Eine künstlerische Untersuchung kann diese Bedingungen erfahrbar machen.

    Dabei muss keine bestimmte Reaktion oder Verständigung als Ergebnis entstehen.

  • Bewertung & Überzeugung

    Was bleibt, wenn sich die Bedingungen verändern?

    Neue Informationen, andere Verwendungen oder veränderte Perspektiven können bisherige Bewertungen verschieben. Sie können jedoch auch bestehen bleiben.

    EVERYDAY untersucht, wodurch Bewertungen entstehen, was sie verändert und was ihnen Beständigkeit verleiht.

EVERYDAY — PRIVATE / PUBLIC

Was verändert sich, wenn andere anwesend sind?

Alltägliche Selbstverständlichkeiten entstehen und wirken im privaten Raum, im öffentlichen Raum und in den Situationen dazwischen. Im Privaten prägen persönliche Gewohnheiten, vertraute Beziehungen und wiederkehrende Handlungen Wahrnehmung und Entscheidung. Im Öffentlichen können fremde Blicke, gesellschaftliche Erwartungen, geteilte Räume und die Reaktionen anderer hinzukommen.

EVERYDAY untersucht, ob und wodurch sich Wahrnehmung, Bewertung und Handeln zwischen diesen Situationen verändern – und was unabhängig vom jeweiligen Kontext bestehen bleibt. Auch private Beziehungen können Einfluss ausüben. Eine öffentlich getroffene Entscheidung kann unabhängig von äußerer Zustimmung bleiben.

Die Grenzen zwischen privat und öffentlich können selbst Gegenstand einer Intervention werden.

PRIVATE
Das Vertraute. Wie entstehen unsere persönlichen Gewohnheiten und Bewertungen? Was bestimmt unser Handeln, wenn wir uns unbeobachtet fühlen?
PUBLIC
Das Gemeinsame. Wie beeinflussen die Anwesenheit anderer, öffentliche Erwartungen und soziale Situationen unsere Entscheidungen?
PRIVATE → PUBLIC
Der Übergang. Was verändert sich, wenn eine vertraute Handlung in einen öffentlichen Zusammenhang gelangt?

Die drei Perspektiven sind keine festen Kategorien. Eine Intervention kann mehrere gleichzeitig untersuchen.

DAS LOCH IM BROT. Eine Bewertung kann allein, im DUO oder in einer öffentlich sichtbaren Schaufensterintervention entstehen. Untersucht wird, ob und wodurch sich diese Bewertung zwischen den Situationen verändert.

ANCHOA. Die Bewertung eines alltäglichen Produkts kann davon abhängen, ob eine Entscheidung privat getroffen, im Gespräch ausgehandelt oder in einer öffentlichen Situation sichtbar wird.

EMPTY SPACE INTERVENTIONS. Ein leerstehendes Schaufenster bildet eine räumliche Schnittstelle zwischen innen und außen, zwischen Beobachten und Beobachtetwerden.

WER SIEHT MICH?
WER BEEINFLUSST MICH?
WER ENTSCHEIDET MIT?

Künstlerische Untersuchungen im Alltag

Zwei eigenständige Untersuchungen innerhalb dieses Wirkfelds.

ANCHOA

Wie verändern Informationen, Herkunft, Preis und Zuschreibungen unsere Bewertung eines Gegenstands?

Eine Konservendose liegt auf dem Tisch. Sie ist geschlossen. Was glauben wir bereits über ihren Inhalt zu wissen? Eine Bezeichnung wird gelesen. Eine Herkunft wird bekannt. Die Dose wird geöffnet. Ein Geruch tritt hinzu. Ein Geschmack wird erfahren. Weitere Informationen verändern den Zusammenhang.

Was geschieht dabei mit unserer Wahrnehmung? Ist es noch derselbe Gegenstand? Welche Erwartungen haben unsere Erfahrungen vorbereitet? Die beschriebene Abfolge ist ein möglicher Verlauf, nicht die Dokumentation einer durchgeführten Untersuchung. Die Dose muss dafür nicht zu etwas anderem werden.

ANCHOA →

Das Loch im Brot

UN/TASTE × EVERYDAY

Wann wird eine Eigenschaft zum Mangel?

Ein Brot mit großen Löchern erscheint zunächst fehlerhaft. Wird seine Verwendung anders betrachtet, kann sich diese Bewertung verändern – oder bestehen bleiben.

Die Untersuchung macht sichtbar, wie Erwartungen und Gewohnheiten unsere Urteile prägen.

Das Loch im Brot →

Was wäre, wenn das Gewöhnliche nicht sofort selbstverständlich ist?

Das Gewöhnliche muss nicht zwangsläufig unterbrochen werden. Eine Untersuchung kann zunächst betrachten, unter welchen Bedingungen etwas vertraut oder selbstverständlich geworden ist.

Eine Routine kann notwendig oder sinnvoll sein. Ein Gegenstand kann seine Funktion behalten. Eine Handlung kann unverändert fortgesetzt werden. Auch dann lassen sich ihre Bedingungen untersuchen.

Die künstlerische Untersuchung ist nicht darauf festgelegt, jede Selbstverständlichkeit aufzulösen.

SHIFT fragt, was sich verändert, wenn sich Bedingungen verändern. RESIST fragt, was bestehen bleibt, obwohl sich Bedingungen verändern. Beides ist kein weiteres Wirkfeld und keine Methode, der eine Untersuchung folgen müsste. Veränderung ist kein automatischer Erfolg, Beständigkeit kein automatischer Misserfolg.

Eine Mahlzeit bleibt eine Mahlzeit. Ein Weg bleibt ein Weg. Ein Tisch bleibt ein Tisch. Eine kleine Setzung kann in diese Situation eintreten, ohne den Alltag zu verlassen.

EVERYDAY öffnet im Gewöhnlichen einen Schwellenraum, ohne das Gewöhnliche in ein besonderes Ereignis zu verwandeln.

Wie eine künstlerische Untersuchung im Alltag entsteht

Ausgangspunkt kann eine bereits bestehende Situation sein. Ein Gegenstand. Eine Mahlzeit. Eine Bewegung. Ein vertrauter Weg. Eine wiederkehrende Handlung. Eine Begegnung. Eine Erwartung.

Eine Untersuchung kann zunächst fragen, welche Bedingungen bereits wirksam sind.

  • Was wissen wir schon?
  • Was erwarten wir?
  • Welche Handlung erscheint selbstverständlich?
  • Welche Möglichkeiten werden gar nicht erst in Betracht gezogen?

Im weiteren Verlauf können Informationen verändert, Gegenstände neu angeordnet, körperliche Erfahrungen einbezogen oder Handlungen miteinander verglichen werden.

Eine bewusste Unterbrechung kann Teil der Untersuchung sein. Sie ist aber keine Voraussetzung. Essen, gehen, warten, lesen, berühren, öffnen, tragen, sitzen, zuhören und begegnen können Ausgangspunkte bleiben.

DIE SITUATION MUSS NICHT VERÄNDERT WERDEN, DAMIT IHRE BEDINGUNGEN UNTERSUCHBAR WERDEN.

Eigenständige Werke können im Alltag erscheinen, ohne eine benannte Untersuchung zu sein. Nicht jede alltägliche künstlerische Arbeit ist eine WHAT DIRECTS?-Untersuchung.

Die Arbeit liegt nicht allein in einer Karte oder einem Gegenstand. Sie kann im Zusammentreffen mit der vorhandenen Handlung entstehen. Aus einem Vollzug können Texte, Bilder, Klänge, Spuren oder weitere Fragen hervorgehen.

Mögliche Realisierungen

Mögliche Realisierungen

Mögliche Formen, keine Liste abgeschlossener Projekte. Im Wirkfeld EVERYDAY können beispielsweise entstehen:

  • künstlerische Untersuchungen alltäglicher Gegenstände
  • eine Karte für eine alltägliche Handlung
  • eine sprachliche oder materielle Setzung an einem vertrauten Gegenstand
  • kleine Karten und Untersuchungseditionen
  • eine Arbeit vor oder während einer Mahlzeit
  • Untersuchungen von Geruch und Geschmack
  • eine kurze Setzung beim Gehen oder Warten
  • zeitlich begrenzte Handlungen
  • eine materielle Verschiebung in einem alltäglichen Raum
  • eine Klang- oder Audioarbeit
  • Berührungs- und Wahrnehmungssituationen
  • Untersuchungsbriefe
  • physische Editionen und Editionen für wiederkehrende Alltagssituationen
  • selbstständig durchführbare Untersuchungen
  • künstlerische Begegnungen mit Gruppen
  • eine fotografische, filmische oder schriftliche Spur
  • eine ortsbezogene Folge kleiner Interventionen

EMPTY SPACE INTERVENTIONS

Leerstehende Räume werden zu temporären Orten künstlerischer Untersuchungen. Die bisherige Funktion eines Raumes und die Erwartungen an seine Nutzung werden selbst Teil der Intervention.

Die Realisierung muss nicht öffentlich oder groß sein. Sie kann für einen Menschen, eine kleine Gruppe oder einen begrenzten Zeitraum gelten. Bei Untersuchungen mit Lebensmitteln sind Hygiene, Allergien und Teilnahmebedingungen zu berücksichtigen. Eine gesundheitliche Wirkung wird nicht versprochen.

Eigenständige künstlerische Praxis

Abgrenzung

EVERYDAY ist kein Achtsamkeitsprogramm, kein Selbsthilfeformat und keine Methode zur bewussteren Lebensführung.

Eine künstlerische Untersuchung kann Aufmerksamkeit verändern. Sie muss aber weder Entspannung noch eine Verbesserung des Wohlbefindens zum Ziel haben.

Untersucht werden alltägliche Wahrnehmungen, Bedeutungen, Routinen und Handlungen sowie die Bedingungen, unter denen sie entstehen und sich verändern.

Das Ergebnis kann ruhig, irritierend, beiläufig oder kaum bemerkbar sein. Es muss nicht zu einer positiven Erfahrung führen.

Das Kleine als künstlerische Form

Das Kleine als künstlerische Form

Eine Arbeit im Wirkfeld EVERYDAY muss nicht als Ausstellung, Veranstaltung oder öffentlich sichtbare Intervention erscheinen.

Sie kann in einem einzelnen Satz, einer Karte, einer Berührung oder einer kurzen zeitlichen Verschiebung liegen.

Die Arbeit wird dadurch nicht zu einer bloßen Übung. Ihre künstlerische Präzision liegt in der Setzung.

  • Wo tritt sie ein?
  • Was unterbricht sie?
  • Woran hält die Öffnung?
  • Welche Handlung bleibt bestehen?
  • Welche Reaktion wird gerade nicht vorgeschrieben?

Eine kleine Form kann ein eigenständiges Werk sein. Sie kann eine Untersuchung ermöglichen oder eine Spur eines vergangenen Vollzugs darstellen. Nicht jede kleine Untersuchung ist automatisch ein eigenständiges Werk. Und nicht jedes Werk benötigt eine umfangreiche materielle Form.

Die Größe der Arbeit entscheidet nicht über ihren Werkstatus. Entscheidend ist die Präzision ihrer Setzung und ihres Vollzugs.

NICHT JEDE KLEINE UNTERSUCHUNG IST BEREITS EIN WERK.
NICHT JEDES WERK BENÖTIGT EINE UMFANGREICHE FORM.

Verbindungen zwischen Wirkfeldern

Dieselbe künstlerische Untersuchung kann in unterschiedlichen Wirkfeldern relevant werden. Dadurch entsteht nicht automatisch ein neues Werk oder ein eigenständiges Produkt. Die jeweilige Untersuchung bleibt von ihren tatsächlichen Bedingungen abhängig.

Eine Arbeit beim Gehen kann EVERYDAY sein. Wird der konkrete Weg, seine Benennung oder seine öffentliche Ordnung zum Ausgangspunkt, berührt sie CITY.

Eine Arbeit mit körperlicher Wahrnehmung kann EVERYDAY berühren. Wird die Einordnung des Körpers als Leistung, Defizit oder Symptom zum Gegenstand, tritt sie in HEALTHY ein.

EVERYDAY
Was macht einen Gegenstand oder eine Handlung selbstverständlich?
WORK
Wie beeinflussen vorhandene Annahmen und Erwartungen Entscheidungen?
EDUCATION
Wann gilt eine Deutung oder Antwort als richtig?
HEALTHY
Wann wird körperliches Erleben zu einer Bewertung?
CITY
Welche räumlichen Bedingungen prägen alltägliche Handlungen?

Das Wirkfeld wird durch den Ausgangspunkt der künstlerischen Untersuchung bestimmt, nicht nur durch den Ort ihres Erscheinens.

CMG als mögliche Untersuchungsarchitektur

CMG – Creative Mind Gymnastics – ist eine spezifische Architektur, die aus der langjährigen künstlerischen Praxis von Steffen Rolla hervorgegangen ist.

Sie kann innerhalb bestimmter EVERYDAY-Untersuchungen eingesetzt werden. Dabei können bereits wirksame Bedingungen, bewusste Setzungen, offene Fragen, konkrete Vollzüge und Spuren miteinander in Beziehung gesetzt werden.

CMG kann die Untersuchung strukturieren, ohne deren Ergebnis im Voraus festzulegen. Nicht jede EVERYDAY-Untersuchung benötigt CMG. WHAT DIRECTS? bleibt ein eigenständiges Untersuchungsfeld.

Künstlerische Editionen

Künstlerische Untersuchungen können in unterschiedliche Veröffentlichungsformen übergehen.

Eine Edition kann einen Untersuchungsanlass zugänglich machen. Sie kann eine Frage, einen Gegenstand, einen Text, eine Audioarbeit oder eine konkrete Handlungsanordnung enthalten.

Manche Editionen ermöglichen selbstständige Untersuchungen. Andere dokumentieren vergangene Prozesse oder bestehen als eigenständige Werke.

Nicht jede Edition ist eine Anleitung. Nicht jede Untersuchung führt zu einer Edition.

Eine Untersuchung kann hier stattfinden

EVERYDAY bezeichnet ein gesellschaftliches Wirkfeld. WHAT DIRECTS? kann darin eigenständige künstlerische Untersuchungen entwickeln, die bei gewöhnlichen Gegenständen, Handlungen und Situationen beginnen.

Eine Untersuchung kann mit einzelnen Menschen, Gruppen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Kulturinstitutionen stattfinden. Sie kann als physische Begegnung, zeitlich begrenzte Setzung, Untersuchungsbrief oder Edition realisiert werden.

Ausgangspunkt, Ort, Dauer, Teilnahme und vereinbarte Leistungen werden im Vorfeld geklärt. Der künstlerische Verlauf und die möglichen Erkenntnisse bleiben offen.

DER ALLTAG IST NICHT NUR DER ORT DER UNTERSUCHUNG.
ER KANN SELBST IHR GEGENSTAND SEIN.

Zusammenarbeit

EVERYDAY kann in privaten, öffentlichen, kulturellen, sozialen und institutionellen Zusammenhängen realisiert werden.

Mögliche Partner sind Museen, Bibliotheken, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Verlage, Stiftungen und Orte des täglichen Zusammenlebens.

Die Zusammenarbeit beginnt nicht mit einem fertigen Kartenset oder einer standardisierten Alltagsübung.

Ausgangspunkt ist eine konkrete Handlung oder Situation, deren Bedingungen künstlerisch untersucht werden sollen.

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