FREIES WERK
Eine eigenständige Arbeit erhält eine veröffentlichte Fassung.
Ganz einfach: Eine Edition ist eine Form, in der eine Arbeit veröffentlicht wird. Das kann ein Buch, ein Print, ein Audio, ein Film, ein Objekt oder etwas Digitales sein. Die Veröffentlichung kann dabei selbst Teil der künstlerischen Form werden.
EDITIONEN
Editionen bringen Arbeiten, Untersuchungen und Werkzusammenhänge in eine eigenständige veröffentlichte Form.
Sie können als Buch, Künstlerheft, Print, Fotografie, Film, Audioarbeit, Objekt oder digitale Ausgabe erscheinen.
Manche Editionen entstehen aus freien Werken.
Andere aus Werkkomplexen, Forschung, Archivmaterial oder CMG.
Die Edition ist dabei nicht bloß Dokumentation eines bereits fertigen Werks.
Auswahl, Material, Reihenfolge, Format, Träger und Veröffentlichung können selbst Teil der künstlerischen Form werden.
EIN WERK KANN VERÖFFENTLICHT WERDEN.
EINE VERÖFFENTLICHUNG KANN SELBST WERK WERDEN.
Eine Edition ist eine veröffentlichte Fassung einer künstlerischen Arbeit oder eines größeren Zusammenhangs.
Sie kann etwas Bestehendes aufnehmen.
Sie kann Material neu ordnen.
Sie kann mehrere Arbeiten miteinander verbinden.
Sie kann eine Untersuchung verdichten.
Sie kann Archivmaterial in eine neue Form überführen.
Und sie kann selbst eine eigenständige Arbeit werden.
Entscheidend ist nicht nur, was veröffentlicht wird.
Entscheidend ist auch:
DIE EDITION IST NICHT NUR TRÄGER.
SIE KANN TEIL DER FORM WERDEN.
Editionen gehören zum gesamten künstlerischen Werk. Sie können aus unterschiedlichen Zusammenhängen hervorgehen.
Eine eigenständige Arbeit erhält eine veröffentlichte Fassung.
Mehrere Arbeiten werden in einer editorischen Form miteinander verbunden.
Material, Fragen und Ergebnisse einer länger laufenden Untersuchung werden verdichtet und veröffentlicht.
Historisches oder dokumentarisches Material wird neu gelesen, geordnet und in eine gegenwärtige Form überführt.
Eine CMG-Untersuchung oder eine daraus entstandene Arbeit kann in eine Edition übergehen.
Das sind mögliche Übergänge – keine zwingenden Abläufe.
FREIES WERK → EDITION
WERKKOMPLEX → EDITION
FORSCHUNG → EDITION
ARCHIV → EDITION
CMG-UNTERSUCHUNG → EDITION
Keine dieser Linien ist notwendig. Ein Vorraum ist Arbeit vor der Entscheidung darüber, was aus ihr wird. Daraus kann später eine Edition hervorgehen – oder ein Werk, Forschung, eine CMG-Untersuchung, oder nichts.
VORRAUM → möglicherweise EDITION
VORRAUM → WERK
VORRAUM → FORSCHUNG
VORRAUM → CMG-UNTERSUCHUNG
VORRAUM → NICHTS
beschreibt eine Veröffentlichungsform.
beschreibt die Relation eines Werks zum CMG-System.
beschreibt einen künstlerischen Zusammenhang.
beschreibt einen größeren Zusammenhang mehrerer Werke.
beschreibt eine übergreifende Frage.
Ein freies Werk kann eine Edition haben. Eine CMG-Arbeit kann eine Edition haben. Eine Forschung kann eine Edition hervorbringen. Ein Werkkomplex kann mehrere Editionen hervorbringen.
Konkrete veröffentlichte Fassungen. Titel und Edition stehen vor jeder Zuordnung zu CMG, Werkreihe oder Forschungsfeld.
Die veröffentlichten Editionen entstehen fortlaufend.
Archiv-Editionen · 2010–2020
Filmische Dokumentationen künstlerischer Arbeitsprozesse und ihre heutigen editorischen Fassungen.
Das Archiv wird nicht nur als Sammlung früherer Kurse verstanden. Es bildet Material, aus dem neue Editionen, Untersuchungen und Forschungsfragen hervorgehen können.
Edition in Entwicklung
Fotografien, Audio, Texte und materielle Spuren einer laufenden Auseinandersetzung mit Geschmack, Ort und Zuschreibung.
Noch steht nicht fest, ob daraus genau eine Edition, mehrere Werke oder ein Werkkomplex entsteht.
Audio-Editionen · in Vorbereitung
Foto
Audioarbeiten und akustische Editionen.
Einzelne Arbeiten können in Relation zu CMG stehen. Die Editionsform hängt davon nicht ab.
Publikationsraum
UN/INFORM ist ein öffentlicher Publikationsraum für Texte, Audioarbeiten, Setzungen und andere fortlaufende Veröffentlichungen.
Eine Edition ist eine konkrete veröffentlichte Fassung. Ein Publikationsraum ist ein fortlaufender Ort, an dem unterschiedliche Veröffentlichungen erscheinen.
Einzelne darin erschienene Arbeiten können Editionen oder Publikationen sein. Der Raum selbst ist jedoch nicht automatisch eine Edition.
Eine Edition erzeugt zugleich neue Bedingungen der Begegnung.
Eine Fotografie kann als Print, Buchseite oder digitale Ausgabe erscheinen.
Eine Audioarbeit kann über Kopfhörer, Lautsprecher oder Website gehört werden.
Ein Text kann als Buch, Blatt, Bildschirm oder räumliche Setzung gelesen werden.
Die Edition bezeichnet dabei die veröffentlichte Form. Die Situation bezeichnet die Bedingungen, unter denen ihr begegnet wird.
WERKEDITIONSITUATION
Diese Bewegung ist keine zwingende lineare Reihenfolge. Ein Werk kann mehrere Editionen haben. Eine Edition kann in unterschiedlichen Situationen erscheinen.
Buch, Print, Objekt, Künstlerheft, Schallplatte, Fotografie, Box, Materialedition.
PDF, Webpublikation, Audioausgabe, Film, digitale Edition, interaktive Publikation.
Physische Edition mit digitaler Erweiterung. Print und QR. Buch und Audio. Objekt und Website. Edition und Online-Archiv.
Physisch, digital und hybrid beschreiben die Erscheinungsform. Sie sind kein CMG-Bezug.
Eine Veröffentlichung beendet ein Werk nicht zwangsläufig.
Sie kann seine Bedingungen verändern.
Sie kann Material neu ordnen.
Sie kann einen anderen Maßstab herstellen.
Sie kann eine neue Öffentlichkeit erzeugen.
Und sie kann aus einer Arbeit eine neue künstlerische Form entstehen lassen.
DIE EDITION IST NICHT DIE ABBILDUNG DES WERKS.
SIE IST EINE NEUE FORM, IN DER DAS WERK IN DIE WELT TRITT.