EDITIONEN

Veröffentlichte Formen des Werks.

Editionen bringen Arbeiten, Untersuchungen und Werkzusammenhänge in eine eigenständige veröffentlichte Form.

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Sie können als Buch, Künstlerheft, Print, Fotografie, Film, Audioarbeit, Objekt oder digitale Ausgabe erscheinen.

Manche Editionen entstehen aus freien Werken.

Andere aus Werkkomplexen, Forschung, Archivmaterial oder CMG.

Die Edition ist dabei nicht bloß Dokumentation eines bereits fertigen Werks.

Auswahl, Material, Reihenfolge, Format, Träger und Veröffentlichung können selbst Teil der künstlerischen Form werden.

EIN WERK KANN VERÖFFENTLICHT WERDEN.
EINE VERÖFFENTLICHUNG KANN SELBST WERK WERDEN.

Was ist eine Edition?

Eine Edition ist eine veröffentlichte Fassung einer künstlerischen Arbeit oder eines größeren Zusammenhangs.

Sie kann etwas Bestehendes aufnehmen.

Sie kann Material neu ordnen.

Sie kann mehrere Arbeiten miteinander verbinden.

Sie kann eine Untersuchung verdichten.

Sie kann Archivmaterial in eine neue Form überführen.

Und sie kann selbst eine eigenständige Arbeit werden.

Entscheidend ist nicht nur, was veröffentlicht wird.

Entscheidend ist auch:

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  • in welchem Format
  • in welcher Reihenfolge
  • auf welchem Träger
  • in welcher Auflage
  • mit welchem Material
  • unter welchen Bedingungen
  • in welcher medialen Form

DIE EDITION IST NICHT NUR TRÄGER.
SIE KANN TEIL DER FORM WERDEN.

Was kann Edition werden?

Editionen gehören zum gesamten künstlerischen Werk. Sie können aus unterschiedlichen Zusammenhängen hervorgehen.

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FREIES WERK

Eine eigenständige Arbeit erhält eine veröffentlichte Fassung.

WERKKOMPLEX

Mehrere Arbeiten werden in einer editorischen Form miteinander verbunden.

FORSCHUNG

Material, Fragen und Ergebnisse einer länger laufenden Untersuchung werden verdichtet und veröffentlicht.

ARCHIV

Historisches oder dokumentarisches Material wird neu gelesen, geordnet und in eine gegenwärtige Form überführt.

CMG

Eine CMG-Untersuchung oder eine daraus entstandene Arbeit kann in eine Edition übergehen.

Das sind mögliche Übergänge – keine zwingenden Abläufe.

FREIES WERK → EDITION

WERKKOMPLEX → EDITION

FORSCHUNG → EDITION

ARCHIV → EDITION

CMG-UNTERSUCHUNG → EDITION

Keine dieser Linien ist notwendig. Ein Vorraum ist Arbeit vor der Entscheidung darüber, was aus ihr wird. Daraus kann später eine Edition hervorgehen – oder ein Werk, Forschung, eine CMG-Untersuchung, oder nichts.

VORRAUM → möglicherweise EDITION

VORRAUM → WERK

VORRAUM → FORSCHUNG

VORRAUM → CMG-UNTERSUCHUNG

VORRAUM → NICHTS

Edition

beschreibt eine Veröffentlichungsform.

CMG-Bezug

beschreibt die Relation eines Werks zum CMG-System.

Werkreihe

beschreibt einen künstlerischen Zusammenhang.

Werkkomplex

beschreibt einen größeren Zusammenhang mehrerer Werke.

Forschungsfeld

beschreibt eine übergreifende Frage.

Ein freies Werk kann eine Edition haben. Eine CMG-Arbeit kann eine Edition haben. Eine Forschung kann eine Edition hervorbringen. Ein Werkkomplex kann mehrere Editionen hervorbringen.

Editionen

Konkrete veröffentlichte Fassungen. Titel und Edition stehen vor jeder Zuordnung zu CMG, Werkreihe oder Forschungsfeld.

Die veröffentlichten Editionen entstehen fortlaufend.

Archiv-Editionen · 2010–2020

geistreich

Filmische Dokumentationen künstlerischer Arbeitsprozesse und ihre heutigen editorischen Fassungen.

Das Archiv wird nicht nur als Sammlung früherer Kurse verstanden. Es bildet Material, aus dem neue Editionen, Untersuchungen und Forschungsfragen hervorgehen können.

  • Musebrink
  • Hildur
  • Reil
  • Gesamtarchiv

Edition in Entwicklung

UN/TASTE

Fotografien, Audio, Texte und materielle Spuren einer laufenden Auseinandersetzung mit Geschmack, Ort und Zuschreibung.

Noch steht nicht fest, ob daraus genau eine Edition, mehrere Werke oder ein Werkkomplex entsteht.

Audio-Editionen · in Vorbereitung

UN/HEARD

Arbeit an der Wand Foto

Audioarbeiten und akustische Editionen.

Einzelne Arbeiten können in Relation zu CMG stehen. Die Editionsform hängt davon nicht ab.

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Publikationsraum

UN/INFORM

UN/INFORM ist ein öffentlicher Publikationsraum für Texte, Audioarbeiten, Setzungen und andere fortlaufende Veröffentlichungen.

Eine Edition ist eine konkrete veröffentlichte Fassung. Ein Publikationsraum ist ein fortlaufender Ort, an dem unterschiedliche Veröffentlichungen erscheinen.

Einzelne darin erschienene Arbeiten können Editionen oder Publikationen sein. Der Raum selbst ist jedoch nicht automatisch eine Edition.

Edition und Situation

Eine Edition erzeugt zugleich neue Bedingungen der Begegnung.

Eine Fotografie kann als Print, Buchseite oder digitale Ausgabe erscheinen.

Eine Audioarbeit kann über Kopfhörer, Lautsprecher oder Website gehört werden.

Ein Text kann als Buch, Blatt, Bildschirm oder räumliche Setzung gelesen werden.

Die Edition bezeichnet dabei die veröffentlichte Form. Die Situation bezeichnet die Bedingungen, unter denen ihr begegnet wird.

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WERKEDITIONSITUATION

Diese Bewegung ist keine zwingende lineare Reihenfolge. Ein Werk kann mehrere Editionen haben. Eine Edition kann in unterschiedlichen Situationen erscheinen.

PHYSISCH

Buch, Print, Objekt, Künstlerheft, Schallplatte, Fotografie, Box, Materialedition.

DIGITAL

PDF, Webpublikation, Audioausgabe, Film, digitale Edition, interaktive Publikation.

HYBRID

Physische Edition mit digitaler Erweiterung. Print und QR. Buch und Audio. Objekt und Website. Edition und Online-Archiv.

Physisch, digital und hybrid beschreiben die Erscheinungsform. Sie sind kein CMG-Bezug.

Veröffentlichung als Form

Eine Veröffentlichung beendet ein Werk nicht zwangsläufig.

Sie kann seine Bedingungen verändern.

Sie kann Material neu ordnen.

Sie kann einen anderen Maßstab herstellen.

Sie kann eine neue Öffentlichkeit erzeugen.

Und sie kann aus einer Arbeit eine neue künstlerische Form entstehen lassen.

DIE EDITION IST NICHT DIE ABBILDUNG DES WERKS.
SIE IST EINE NEUE FORM, IN DER DAS WERK IN DIE WELT TRITT.