Wirkfeld

CITY

Der Ort vor seiner Selbstverständlichkeit.

Was gibt unserer Wahrnehmung und Nutzung eines Ortes Richtung?

CITY bezeichnet das gesellschaftliche Wirkfeld, in dem künstlerische Arbeiten und Untersuchungen auf Straßen, Plätze, Gebäude, Wege, Übergänge und andere öffentliche Räume treffen.

Eine Stadt ist nicht nur gebauter Raum.

Sie ist bereits durch Namen, Regeln, Wege, Bilder, Erinnerungen, Architektur, Eigentumsverhältnisse und eingeübte Bewegungen geordnet.

Diese Bedingungen beeinflussen, wie ein Ort wahrgenommen, genutzt und durchquert wird. Sie können mitbestimmen, welche Wege naheliegend erscheinen, welche Handlungen möglich sind und welche Menschen Zugang erhalten.

WHAT DIRECTS? – Investigations into what shapes how we see, think and act – kann hier untersuchen, was diesen räumlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen bereits Richtung gibt.

Eine Untersuchung kann vorhandene Bedingungen beobachten, miteinander vergleichen oder bewusst verändern. Nicht jede Untersuchung erfordert eine Intervention.

CMG kann bei bestimmten Untersuchungen als spezifische Architektur eingesetzt werden. Nicht jede CITY-Untersuchung verwendet CMG. Nicht jede künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum gehört zu WHAT DIRECTS?.

NICHT NUR: WAS IST DIESER ORT?
SONDERN: WAS LÄSST IHN FÜR UNS ZU DIESEM ORT WERDEN?

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Öffentlicher Raum – Wirkfeld CITY

Kontexte in der Stadt

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  • Benennung

    Wann wird aus einer Bezeichnung eine räumliche Selbstverständlichkeit?

    Straßen, Plätze und Gebäude tragen Namen. Diese Namen ermöglichen Orientierung und verbinden Orte mit Bedeutungen, Personen oder historischen Ereignissen.

    Mit der Zeit können Benennungen selbstverständlich werden. Eine künstlerische Untersuchung kann sichtbar machen, wie Namen unsere Wahrnehmung eines Ortes beeinflussen.

    Was verändert sich, wenn ein Name anders gelesen, ausgesprochen, räumlich angeordnet oder in einen anderen Zusammenhang gestellt wird?

    Eine Benennung kann Orientierung geben und zugleich andere Deutungen in den Hintergrund treten lassen.

  • Weg & Bewegung

    Was gibt unserem nächsten Schritt im öffentlichen Raum Richtung?

    Wege, Treppen, Schilder, Hindernisse, Verkehrsregeln und Gewohnheiten beeinflussen, wie Menschen sich durch einen Ort bewegen.

    Nicht jeder vorhandene Weg ist für jeden Menschen gleichermaßen zugänglich.

    Eine künstlerische Untersuchung kann untersuchen, wie aus mehreren möglichen Wegen ein tatsächlich gewählter Weg wird. Dabei können körperliche, räumliche, soziale und zeitliche Bedingungen relevant werden.

    WANN WIRD AUS EINEM MÖGLICHEN WEG DER TATSÄCHLICH GEWÄHLTE WEG?

  • Öffentlichkeit & Zugehörigkeit

    Welche Bedingungen beeinflussen, wer einen Ort nutzen kann?

    Öffentliche Räume sind nicht für alle Menschen unter denselben Bedingungen zugänglich.

    Regeln, Eigentumsverhältnisse, räumliche Barrieren, soziale Erwartungen und bestehende Nutzungen beeinflussen, wer anwesend sein oder handeln kann.

    Eine künstlerische Untersuchung kann diese Bedingungen sichtbar machen und untersuchen, wodurch Zugehörigkeit und Ausschluss entstehen.

    Dabei werden keine Zugangsrechte oder Schutzregeln außer Kraft gesetzt.

    Wo beginnt Öffentlichkeit? Ein leerstehendes Ladenlokal kann privates Eigentum sein und durch sein Schaufenster zugleich öffentlich wahrnehmbar werden. Von außen lässt sich eine Situation betrachten, ohne den Raum zu betreten. Andere können eintreten und an einer Intervention teilnehmen.

    PRIVATE / PUBLIC benennt diese Übergänge von Sichtbarkeit, Teilnahme und Beobachtung. Es ist keine zusätzliche Kategorie. Architektur, Zugang, Eigentum und soziale Erwartungen können die Situation beeinflussen. Wie Menschen darauf reagieren, ist nicht vorgegeben.

  • Erinnerung & Geschichte

    Was bestimmt, welche Vergangenheit an einem Ort gegenwärtig bleibt?

    Orte tragen historische Spuren. Gebäude, Denkmäler, Straßennamen, Archive und Erzählungen beeinflussen, welche Vergangenheit sichtbar und erinnert wird. Andere Geschichten bleiben möglicherweise unbeachtet.

    Eine künstlerische Untersuchung kann diese unterschiedlichen zeitlichen Schichten miteinander in Beziehung setzen.

    Dabei wird nicht behauptet, dass historische Tatsachen beliebig veränderbar wären. Untersucht wird, unter welchen Bedingungen Geschichte gegenwärtig wahrgenommen und gedeutet wird.

    Ein leerstehender Raum ist nicht notwendigerweise bedeutungsleer. Beschilderungen, Böden, Einbauten, Schaufenster, Gebrauchsspuren oder Erinnerungen der Nachbarschaft können eine frühere Nutzung gegenwärtig halten.

    Eine Intervention kann diese Spuren untersuchen, ohne die Geschichte des Ortes zu rekonstruieren oder neu zu erzählen.

  • Alltag & Oberfläche

    Wann wird eine vertraute Oberfläche erneut wahrnehmbar?

    Fassaden, Mauern, Wege, Schilder und alltägliche Gegenstände bilden die sichtbaren und materiellen Oberflächen einer Stadt. Vieles davon wird täglich passiert, ohne bewusst betrachtet zu werden.

    Eine künstlerische Untersuchung kann solche Oberflächen erneut zum Gegenstand der Aufmerksamkeit machen. Dabei können Material, Licht, Berührung, Bewegung, Zeit und vorhandenes Wissen eine Rolle spielen.

    Nicht die Oberfläche muss verändert werden. Auch die Bedingungen ihrer Wahrnehmung können sich verändern.

Wann wird aus einem möglichen Weg der tatsächliche Weg?

Ein Ort bietet mehrere Richtungen. Ein Weg ist bekannt. Ein Schild weist auf eine Möglichkeit hin. Ein anderer Weg bleibt unbeachtet. Ein Hindernis verändert die Bewegung. Eine Regel begrenzt den Zugang. Ein Mensch bleibt stehen. Ein anderer geht weiter.

Wann wird aus einer räumlichen Möglichkeit eine tatsächliche Bewegung? Und welche Möglichkeiten verschwinden dabei?

WHAT DIRECTS? kann die Bedingungen solcher Übergänge untersuchen. Nicht nur die bauliche Ordnung eines Ortes ist relevant. Auch Erinnerungen, Gewohnheiten, Erwartungen, Zeit, Sprache und andere Menschen können eine Bewegung beeinflussen.

DIE STADT GIBT WEGE VOR.
ABER SIE BESTIMMT NICHT ALLEIN, WELCHER WEG GEWÄHLT WIRD.
WAS GIBT DEM NÄCHSTEN SCHRITT RICHTUNG?

Was wäre, wenn ein Ort nicht sofort festgelegt ist?

Ein Ort ist bereits durch zahlreiche Bedingungen geprägt, bevor eine künstlerische Untersuchung beginnt. Diese Bedingungen können sichtbar gemacht, verglichen oder verändert werden.

Nicht jede vorhandene Zuordnung muss grundsätzlich aufgelöst werden. Ein Ortsname, eine Regel oder eine räumliche Grenze kann auch eine notwendige Funktion besitzen.

Untersucht wird, wodurch ein Ort Bedeutung erhält und unter welchen Bedingungen seine Wahrnehmung oder Nutzung anders werden kann.

Eine veränderte Nutzung führt nicht zwangsläufig zu einer veränderten Wahrnehmung. Ein ehemaliges Geschäft kann trotz einer Intervention weiterhin als leerstehender Laden wahrgenommen werden. Andere entdecken möglicherweise eine neue Verwendung. SHIFT fragt, welche räumlichen Bedeutungen, Erwartungen oder Handlungen sich verändern. RESIST fragt, welche bleiben. Beides ist keine Bewertung von Starrheit oder Fortschritt.

Passantinnen und Passanten können eine Arbeit wahrnehmen, übersehen, zurückweisen oder anders deuten. Wetter, Verkehr, Nutzung, Regeln und zufällige Begegnungen verändern ihren Vollzug. Für einen Moment ist der Ort nicht mehr vollständig selbstverständlich und noch nicht neu festgelegt.

Was gibt einem Ort seine Selbstverständlichkeit?

Wie eine künstlerische Untersuchung im Stadtraum entsteht

Ausgangspunkt kann ein konkreter Ort sein. Eine Straße. Ein Platz. Ein Übergang. Eine Fassade. Ein öffentlicher Weg. Eine vorhandene Benennung. Eine räumliche Grenze.

Eine Untersuchung kann zunächst fragen, welche Bedingungen bereits vorhanden sind.

  • Wie wird der Ort genutzt?
  • Welche Wege werden gewählt?
  • Welche Regeln wirken?
  • Welche Geschichte bleibt sichtbar?
  • Wer kann den Ort betreten, benutzen oder verändern?

Eine künstlerische Untersuchung muss nicht zwingend mit einer Intervention beginnen. Bereits die Beobachtung, der Vergleich oder die erneute Betrachtung eines vertrauten Ortes können Teil der Arbeit sein.

Im weiteren Verlauf können sprachliche, materielle, körperliche, räumliche oder zeitliche Setzungen hinzukommen. Wie sich die Situation entwickelt, hängt auch von den tatsächlichen Bedingungen des Ortes ab.

DER ORT IST NICHT NUR SCHAUPLATZ.

ER WIRKT AN DEM MIT, WAS MÖGLICH WIRD.

Eigenständige Werke können im öffentlichen Raum erscheinen, ohne eine benannte Untersuchung zu sein. Nicht jede künstlerische Arbeit dort ist eine WHAT DIRECTS?-Untersuchung.

Die Stadt als Material und Bedingung

Die Stadt als Material und Bedingung

Im Wirkfeld CITY ist die Stadt zugleich:

Material
Sprache, Oberflächen, Geräusche, Wege, Architektur und vorhandene Zeichen können künstlerisches Material sein.
Bedingung
Nutzung, Eigentum, Genehmigungen, räumliche Anordnung und Öffentlichkeit beeinflussen, was geschehen kann.
Widerstand
Ein Ort ist nicht beliebig verfügbar oder veränderbar. Bestehende Grenzen können eine Handlung verändern, verhindern oder eine andere Möglichkeit sichtbar machen.
Situation
Menschen, Wetter, Geschichte, Zeitpunkt und gegenwärtige Nutzung wirken zusammen.
Möglichkeitsraum
Ein Ort bietet unterschiedliche Möglichkeiten der Bewegung, Begegnung, Wahrnehmung und Handlung. Welche davon tatsächlich zugänglich sind, hängt von den vorhandenen Bedingungen ab. Nicht jede Möglichkeit ist für alle Menschen gleichermaßen gegeben.

Eine Arbeit lässt sich deshalb nicht unverändert von einem Ort auf einen anderen übertragen.

Ein Buchstabe auf der Dortmunder Kaiserstraße tritt in eine andere sprachliche und historische Ordnung ein als dieselbe Form an einer galicischen Küste oder in einem öffentlichen Gebäude.

Wer entscheidet, was ein Ort sein kann? Neben der Architektur prägen Eigentum, Genehmigungen, Interessen, politische Entscheidungen und alltägliche Nutzungen, was erlaubt, möglich oder erwünscht ist. Diese Bedingungen können künstlerisch sichtbar gemacht werden. Eigentumsrechte, Sicherheitsanforderungen und rechtliche Zuständigkeiten bleiben bestehen.

Die Setzung kann ähnlich sein. Die Arbeit entsteht erst in der Beziehung zum Ort.

Mögliche Realisierungen

Mögliche Realisierungen

Mögliche Formen, keine Liste abgeschlossener Projekte, erteilter Genehmigungen oder kommunaler Auftraggeber. Eine Kommune, Kulturinstitution, Stiftung, Quartiersentwicklung oder öffentliche Einrichtung kann beispielsweise anfragen:

  • eine ortsbezogene künstlerische Recherche
  • eine temporäre sprachliche oder materielle Intervention
  • eine Arbeit zu einem Straßennamen oder einer vorhandenen Benennung
  • Arbeiten mit Oberflächen und Materialien
  • Untersuchungen von Wegen und Bewegungen
  • eine räumliche oder klangliche Setzung
  • einen Vollzug mit Bewohnerinnen und Bewohnern
  • eine Frottage- oder Spurarbeit
  • eine temporäre Edition in einem öffentlichen Gebäude
  • eine fotografische, filmische oder akustische Weiterführung
  • Untersuchungen historischer Spuren
  • künstlerische Begegnungen im öffentlichen Raum
  • eine längerfristige künstlerische Untersuchung eines Ortes
  • eine öffentliche Präsentation der entstandenen Arbeiten und Spuren

EMPTY SPACE INTERVENTIONS

Was bleibt von einem Ort, wenn seine bisherige Funktion verschwindet? Leerstehende Ladenlokale, Schaufenster und andere ungenutzte Räume können temporäre Orte künstlerischer Untersuchungen werden. Der Leerstand ist dabei nicht nur eine verfügbare Fläche. Frühere Nutzung, Architektur, Lage, Sichtbarkeit, Zugang und die Erwartungen an den Raum werden selbst Teil der Arbeit. Untersucht wird, wie der Raum unter veränderten Bedingungen wahrgenommen wird und welche Zuschreibungen bestehen bleiben. EMPTY SPACE INTERVENTIONS ist eine ortsbezogene Form innerhalb von WHAT DIRECTS?, kein eigenes Wirkfeld. Zur CITY-Untersuchung wird sie, wenn der konkrete Ort und seine Bedingungen selbst der Gegenstand sind.

Das Loch im Brot — im Leerstand

Konzept einer möglichen Untersuchung, keine dokumentierte Ausstellung. In einem leerstehenden Schaufenster können zwei Menschen untersuchen, wann eine Eigenschaft eines Brotes als Mangel gilt. Von außen bleibt der Laden als weitere Frage sichtbar: Wann gilt ein Raum als unbrauchbar, und wann werden andere Verwendungen erkennbar? Innen und außen sind zwei verbundene Untersuchungen. Eine Wirkung auf Passantinnen und Passanten ist nicht vorgegeben.

Beauftragt wird keine fertige Intervention aus einem Katalog und keine vorher festgelegte Veränderung des Ortes. Jede Realisierung wird aus dem konkreten Ort, seiner Sprache, seiner Geschichte und seiner gegenwärtigen Nutzung entwickelt.

Eigenständige künstlerische Praxis

Abgrenzung

CITY ist kein Programm zur dekorativen Aufwertung des öffentlichen Raums.

Künstlerische Untersuchungen dienen nicht dazu, ein bestimmtes Stadtimage zu erzeugen oder eine vorgegebene gesellschaftliche Botschaft zu bestätigen.

Sie können vorhandene räumliche, sprachliche, soziale und historische Bedingungen untersuchen.

Eine Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Stadtimage oder gesellschaftlichem Zusammenhalt wird nicht als Ergebnis versprochen.

CITY ist keine Leerstandsvermarktung und kein Programm zur Quartiersbelebung. Eine dauerhafte Wiederbelebung, wirtschaftliche Aufwertung oder messbare Veränderung der Stadtentwicklung wird nicht versprochen.

Der Wert der künstlerischen Arbeit liegt zunächst in der eigenständigen Untersuchung und ihrer möglichen Weiterführung.

Keine Botschaftskampagne

Keine Botschaftskampagne

Künstlerische Untersuchungen im öffentlichen Raum können gesellschaftliche und politische Fragen berühren. Sie müssen jedoch keine vorgegebene politische Botschaft vermitteln.

Ihre Fragestellungen und Ergebnisse dürfen nicht mit einer Kommunikationskampagne verwechselt werden. Eine beauftragte Untersuchung bleibt künstlerisch eigenständig.

Eine Kampagne benutzt einen Ort, um eine bereits formulierte Botschaft zu verbreiten. CITY untersucht, wie Ort, Sprache, Körper und Öffentlichkeit selbst Bedeutung hervorbringen.

Die Arbeit spricht nicht nur an einem Ort. Sie arbeitet an der vorhandenen Ordnung des Ortes.

Genehmigung und Verantwortung

Genehmigung und Verantwortung

Künstlerische Ergebnisoffenheit hebt rechtliche und organisatorische Verpflichtungen nicht auf.

Eigentumsrechte, kommunale Genehmigungen, Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit, Denkmalschutz und notwendige Schutzmaßnahmen müssen berücksichtigt werden.

Eingriffe in öffentliche Räume erfolgen nur unter den jeweils erforderlichen rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen. Vor einer Realisierung werden Ort, Zeit, Beteiligte, Zuständigkeiten und notwendige Genehmigungen geklärt.

Diese Bedingungen stehen nicht außerhalb der Arbeit. Eine Untersuchung darf Menschen nicht gefährden, Zugänge unzulässig blockieren oder fremdes Eigentum ungeklärt verändern. Die künstlerische Untersuchung bleibt innerhalb dieses Rahmens offen.

Bei Schaufenstern und leerstehenden Räumen kommen die Zustimmung der Verfügungsberechtigten, Brandschutz und sichere Zugänge hinzu. Teilnahme soll barrierearm möglich sein, soweit der Ort das zulässt. Beteiligung bleibt freiwillig. Eine Arbeit nicht zu beachten oder abzulehnen ist kein Widerstand. Dokumentationen berücksichtigen Persönlichkeitsrechte.

DIE OFFENHEIT DER UNTERSUCHUNG HEBT DIE VERANTWORTUNG FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM NICHT AUF.

CITY, DEMOCRACY und EVERYDAY

CITY, DEMOCRACY und EVERYDAY

Ein Ort kann gleichzeitig mehrere Zusammenhänge berühren. Die Wirkfelder bleiben unterscheidbar.

CITY
untersucht räumliche und städtische Bedingungen.
DEMOCRACY
untersucht öffentliche Wahrnehmung, Zuordnung, Urteil und gesellschaftliche Teilhabe.
EVERYDAY
untersucht alltägliche Gewohnheiten, Gegenstände und Selbstverständlichkeiten.

Eine Arbeit im Stadtraum kann zugleich Bezüge zu DEMOCRACY oder EVERYDAY besitzen. Ihr Ausgangspunkt im Wirkfeld CITY bleibt der konkrete öffentliche Ort.

CMG als mögliche Untersuchungsarchitektur

CMG – Creative Mind Gymnastics – ist eine spezifische Architektur, die aus der langjährigen künstlerischen Praxis von Steffen Rolla hervorgegangen ist.

Sie kann innerhalb bestimmter CITY-Untersuchungen eingesetzt werden. Dabei lassen sich bereits wirksame Bedingungen, bewusste Setzungen, offene Fragen, körperliche Vollzüge und Spuren miteinander in Beziehung setzen.

CMG kann eine Untersuchung strukturieren, ohne deren Ergebnis im Voraus festzulegen. Nicht jede CITY-Untersuchung benötigt CMG. WHAT DIRECTS? bleibt ein eigenständiges Untersuchungsfeld.

Künstlerische Untersuchungen im öffentlichen Raum

CITY bezeichnet ein gesellschaftliches Wirkfeld. WHAT DIRECTS? ermöglicht eigenständige künstlerische Untersuchungen innerhalb dieses Zusammenhangs.

Eine Kommune, Kulturinstitution, Stiftung, Hochschule oder Quartiersinitiative kann eine Untersuchung zu einem konkreten Ort, einer bestehenden räumlichen Ordnung oder einer offenen Fragestellung beauftragen.

Mögliche Ausgangspunkte sind Straßennamen, Wege, Materialien, öffentliche Plätze, historische Spuren, Zugänge oder alltägliche Bewegungen.

Die organisatorischen Bedingungen werden vorab vereinbart. Dazu gehören insbesondere Ort, Zeit, Beteiligte, erforderliche Genehmigungen, Sicherheit und die vereinbarten Leistungen. Die künstlerische Untersuchung bleibt innerhalb dieser Bedingungen ergebnisoffen.

CMG kann als spezifische Architektur eingesetzt werden, ist aber keine Voraussetzung.

BEAUFTRAGT WIRD EINE KÜNSTLERISCHE UNTERSUCHUNG.
NICHT EINE VORHER FESTGELEGTE VERÄNDERUNG DES ORTES.

Zusammenarbeit

CITY kann mit Kommunen, Museen, Bibliotheken, Archiven, Hochschulen, Stiftungen, Kulturämtern, Quartiersinitiativen und anderen öffentlichen Einrichtungen realisiert werden.

Die Zusammenarbeit beginnt nicht mit einer fertigen Botschaft oder einem vorproduzierten Stadtmöbel.

Ausgangspunkt sind der konkrete Ort, seine vorhandene Ordnung und die Frage, die dort künstlerisch untersucht werden soll.

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