WIRKFELDER

Wo künstlerische Untersuchungen gesellschaftlichen Zusammenhängen begegnen.

Wirkfelder bezeichnen gesellschaftliche Kontexte, in denen künstlerische Untersuchungen stattfinden können.

Arbeit, Bildung, Gesundheit, Demokratie, Stadt und Alltag bilden keine Kategorien des gesamten künstlerischen Werks.

Sie beschreiben unterschiedliche Bedingungen, unter denen Wahrnehmung, Denken, Entscheidungen und Handlungen untersucht werden können.

Ausgangspunkt können bestehende Situationen, Materialien, Gegenstände, Begegnungen, Routinen oder Fragestellungen sein.

WHAT DIRECTS? eröffnet hierfür ein eigenständiges künstlerisches Untersuchungsfeld.

CMG kann bei bestimmten Untersuchungen als spezifische Architektur eingesetzt werden.

Nicht jedes Werk und nicht jede Untersuchung muss einem Wirkfeld zugeordnet sein.

NICHT DAS WIRKFELD BESTIMMT DAS ERGEBNIS.
ES VERÄNDERT DIE BEDINGUNGEN, UNTER DENEN UNTERSUCHT WIRD.

Wirkfelder

  1. 01 ARBEIT

    WAS GIBT ENTSCHEIDUNGEN, ROUTINEN UND ZUSAMMENARBEIT RICHTUNG?

    Unternehmen und Organisationen bilden Zusammenhänge, in denen Wahrnehmung, Erwartungen, Wissen, Verantwortung und bestehende Handlungsweisen untersucht werden können. Eine Untersuchung kann bei einem alltäglichen Gegenstand, einer Entscheidung, einer Arbeitsroutine oder einer dokumentierten Handlung beginnen. Untersucht werden nicht nur bestehende Abläufe, sondern auch die Bedingungen, unter denen bestimmte Möglichkeiten erkennbar werden und andere unbeachtet bleiben.

    Stand des Formats realisiert

    ENTWICKELTES FORMAT WORK →

  2. 02 BILDUNG

    WANN WIRD AUS EINER MÖGLICHEN ANTWORT DIE RICHTIGE ANTWORT?

    Lern- und Bildungssituationen sind Zusammenhänge, in denen Wissen, Erwartungen, Deutungen und Bewertungen wirksam werden. Künstlerische Untersuchungen können sichtbar machen, wie Fragen entstehen, Antworten als richtig gelten und vorhandenes Wissen neue Möglichkeiten eröffnet oder begrenzt. Dabei können Lehrende und Lernende ihre eigenen Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungsmöglichkeiten untersuchen.

    Stand des Formats erprobt

    ENTWICKELTES FORMAT EDUCATION →

  3. 03 GESUNDHEIT

    WANN WIRD AUS EINER KÖRPERLICHEN ERFAHRUNG EINE BEWERTUNG?

    Gesundheitliche Zusammenhänge können Ausgangspunkte für künstlerische Untersuchungen körperlicher Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Erwartungen und Bewertungen sein. Untersucht werden kann, wie sich unmittelbares Erleben, vorhandenes Wissen, Messungen und persönliche Deutungen zueinander verhalten. Die künstlerische Untersuchung ersetzt keine medizinische Diagnostik, Therapie oder Behandlung.

    Stand des Formats in Entwicklung

    FORMAT IN ENTWICKLUNG HEALTHY →

  4. 04 DEMOKRATIE

    WAS GESCHIEHT ZWISCHEN INFORMATION, DEUTUNG, MEINUNG UND ENTSCHEIDUNG?

    Öffentliche und gemeinschaftliche Zusammenhänge sind Situationen, in denen unterschiedliche Perspektiven, Erwartungen und Interessen aufeinandertreffen. Künstlerische Untersuchungen können die Bedingungen von Wahrnehmung, Beteiligung, Meinungsbildung und Entscheidungen untersuchen. Dabei wird keine bestimmte politische Position als Ergebnis vorgegeben.

    Stand des Formats in Entwicklung

    FORMAT IN ENTWICKLUNG DEMOCRACY →

  5. 05 STADT

    WAS BESTIMMT, WIE WIR ÖFFENTLICHEN RAUM WAHRNEHMEN UND NUTZEN?

    Stadt und öffentlicher Raum bestehen aus räumlichen, sozialen, zeitlichen und institutionellen Bedingungen. Wege, Grenzen, Regeln, Gewohnheiten und Begegnungen beeinflussen, welche Bewegungen, Handlungen und Beziehungen möglich erscheinen. Künstlerische Untersuchungen können diese Bedingungen sichtbar machen, verändern oder neu miteinander in Beziehung setzen.

    Stand des Formats in Entwicklung

    ENTWICKELTES FORMAT CITY →

  6. 06 ALLTAG

    WANN WIRD DAS SELBSTVERSTÄNDLICHE FRAGWÜRDIG?

    Gewöhnliche Gegenstände, Materialien, Geschmäcker, Routinen und Entscheidungen können Ausgangspunkte künstlerischer Untersuchungen werden. Was uns vertraut erscheint, beruht häufig auf bereits vorhandenem Wissen, Erfahrungen, Gewohnheiten und Erwartungen. Eine Untersuchung kann diese Voraussetzungen verschieben und sichtbar machen, wodurch etwas für uns dasselbe bleibt oder anders wird.

    Stand des Formats in Entwicklung

    FORMAT IN ENTWICKLUNG EVERYDAY →

Wirkfelder sind keine eigenständigen Produkte und keine Ordnung des gesamten künstlerischen Werks.

Sie bezeichnen gesellschaftliche Zusammenhänge, in denen künstlerische Untersuchungen stattfinden können.

Was sich von Wirkfeld zu Wirkfeld verändert, sind die beteiligten Menschen, Orte, Materialien, Fragen, Erwartungen, institutionellen Bedingungen und Handlungsmöglichkeiten.

Gemeinsam ist nicht ein vorgeschriebener Ablauf.

Gemeinsam ist die Offenheit der Untersuchung gegenüber dem, was bereits Richtung gibt und was im Verlauf anders werden kann.

DIE BEDINGUNGEN SIND UNTERSCHIEDLICH.
DIE ERGEBNISSE STEHEN NICHT FEST.

Bei bestimmten Untersuchungen kann CMG eingesetzt werden, um bereits wirksame Bedingungen, Setzungen, Fragen, Vollzüge und Spuren aufeinander zu beziehen.

Dabei können spezifische CMG-Verfahren und zeitliche Strukturen zur Anwendung kommen.

Sie sind nicht für jedes Wirkfeld und nicht für jede Untersuchung vorgeschrieben.

Ein Werk gehört nicht automatisch zu einem Wirkfeld.

Eine Fotografie, ein Song, ein Film, eine Edition oder eine Installation kann unabhängig von einem gesellschaftlichen Anwendungszusammenhang bestehen.

Eine künstlerische Untersuchung kann ebenfalls eigenständig entstehen.

Erst wenn eine Arbeit oder Untersuchung auf konkrete gesellschaftliche Bedingungen trifft, kann ein Wirkfeld relevant werden.

Ein bestehendes Werk kann zum Ausgangspunkt einer Untersuchung innerhalb eines Unternehmens werden.

Eine dokumentierte Künstlerbegegnung kann in einer Bildungssituation erneut untersucht werden.

Ein gewöhnlicher Gegenstand kann zum Ausgangspunkt einer Untersuchung über Wissen, Erwartungen und Entscheidungen werden.

Dabei müssen weder das ursprüngliche Werk noch die Untersuchung ihre Eigenständigkeit aufgeben.

DAS WERK BLEIBT WERK.
DIE UNTERSUCHUNG BLEIBT ERGEBNISOFFEN.
DAS WIRKFELD BESCHREIBT DEN GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHANG.

WHAT DIRECTS? entwickelt eigenständige künstlerische Untersuchungen.

Eine Untersuchung kann in unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen stattfinden, ohne dadurch zu einem anderen Werk oder Produkt zu werden.

Was sich verändert, sind die konkreten Bedingungen, beteiligten Menschen und möglichen Vollzüge.

Eine Untersuchung kann beispielsweise im Arbeitskontext stattfinden und später in einem Bildungszusammenhang erneut aufgenommen werden.

Dabei kann sich die Fragestellung weiterentwickeln. Das Ergebnis bleibt offen.

Wann wird dasselbe anders?

Mögliche Wirkfelder: Arbeit, Bildung, Alltag. Das ist keine Kennzeichnung als bereits in allen drei Feldern durchgeführt.

Die Untersuchung kann bei einer Konservendose beginnen.

Was uns als vertrauter Gegenstand erscheint, ist bereits mit Wissen, Erwartungen, Erinnerungen und Bewertungen verbunden.

Werden Informationen zurückgehalten, Materialien untersucht oder körperliche Erfahrungen hinzugefügt, können sich diese Beziehungen verändern.

Derselbe Ausgangspunkt kann in unterschiedlichen Kontexten zu unterschiedlichen Untersuchungsverläufen führen.

WIRKFELD ≠ UNTERSUCHUNG ≠ BUCHBARES FORMAT

Die Wirkfelder dienen der Orientierung. Eine Untersuchung kann für unterschiedliche Kontexte angeboten werden. Buchung, Ablauf und Konditionen stehen auf der jeweiligen Angebotsseite.

Wirkfeld
Arbeit
Untersuchung
ANCHOA
Situation
Eine mögliche physische Untersuchung in einem Unternehmen. Kein Nachweis einer Durchführung.

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