Steffen Rolla · Audioarbeit

DAS MANIFEST.

WHAT DIRECTS?

Eine künstlerische Position zum Hören. Über Wahrnehmung, Widerstand, Fragen und die Möglichkeit, anders zu denken.

Steffen Rolla im Schwarz-Weiß-Porträt, den Kopf zur Seite gewendet, schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift WHAT DIRECTS?

Drei Audioarbeiten

I

Was gibt Richtung?

Was wirkt bereits?

II

Wann wird aus dem Noch-Nicht ein Jetzt?

Was entsteht?

III

Was hätte auch anders kommen können?

Was bleibt möglich?

Produktionshinweis

Die drei Audio-Manifeste sind künstlerische Arbeiten von Steffen Rolla. Konzeption und Texte entstanden aus der künstlerischen Praxis. Die Audioproduktion erfolgte KI-gestützt mit Suno.

Konzeption: Steffen Rolla. KI-gestützte Textentwicklung und Audioproduktion mit Suno.

02

Die Manifeste lesen.

Manifesttext auswählen

Aufführungsanweisungen in eckigen Klammern gehören zum Ablauf. Sie sind nicht der gesprochene Text.

Nicht gesprochen. [Spoken Word]

Nicht gesprochen. [One voice. Calm, precise, intimate.]

Nicht gesprochen. [No singing. No music.]

Nicht gesprochen. [Rhythmic cuts. Repetition. Silence.]

Nicht gesprochen. [Gradually increasing intensity.]

Nicht gesprochen. [Silence]

Ich sehe.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich sehe etwas.

Etwas sehe ich.

Nicht gesprochen. [Cut]

Was sehe ich?

Nicht gesprochen. [Pause]

Was sehe ich schon?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ich denke.

Ich denke, ich sehe.

Ich sehe, was ich denke.

Nicht gesprochen. [Cut]

Oder denke ich,

was ich sehe?

Nicht gesprochen. [Silence]

Schon.

Schon da.

Schon gedacht.

Schon gesehen.

Schon entschieden?

Nicht gesprochen. [Hard cut]

WER HAT DAS ENTSCHIEDEN?

Nicht gesprochen. [Long pause]

Ein Material.

Ein Widerstand.

Eine Hand.

Eine Richtung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich biege.

Es biegt sich.

Ich drücke.

Es widersetzt sich.

Nicht gesprochen. [Cut]

Ich gebe nach.

Es gibt nach.

Wer gibt nach?

Nicht gesprochen. [Silence]

Eine Form entsteht.

Nicht meine Form?

Nicht nur meine.

Nicht gesprochen. [Pause]

Was war vorher?

Was war schon da?

Was hat mitgewirkt?

Nicht gesprochen. [Hard cut]

VORDEM.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ein Fisch.

Ein Filet.

Eine Anchoa.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ein Fisch?

Ein Filet?

Eine Anchoa?

Nicht gesprochen. [Cut]

Was sehe ich?

Was weiß ich?

Was glaube ich zu wissen?

Nicht gesprochen. [Pause]

Wo kommt es her?

Was war es vorher?

Wer hat es verändert?

Nicht gesprochen. [Long pause]

Eine Frage.

Eine Antwort.

Eine weitere Frage.

Nicht gesprochen. [Cut]

Warum diese Frage?

Warum nicht eine andere?

Nicht gesprochen. [Silence]

WAS GIBT MEINER FRAGE RICHTUNG?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ich suche.

Ich finde.

Ich finde etwas anderes.

Nicht gesprochen. [Cut]

Ich suche weiter.

Oder nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich kann.

Ich will.

Ich muss nicht.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Mein erster Blick.

Mein erstes Wort.

Meine erste Antwort.

Nicht gesprochen. [Cut]

Nicht falsch.

Nicht endgültig.

Nicht die letzte.

Nicht gesprochen. [Hard cut]

MEIN ERSTER ZUGRIFF MUSS NICHT MEIN LETZTER BLEIBEN.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ich bleibe.

Ich gehe.

Ich schaue.

Ich handle.

Ich spreche.

Nicht gesprochen. [Pause]

STAY.

WALK.

LOOK.

ACT.

TALK.

Nicht gesprochen. [Silence]

Ich setze etwas.

Eine Frage.

Eine Pause.

Ein Material.

Eine andere Bedingung.

Nicht gesprochen. [Cut]

Etwas geschieht.

Etwas bleibt.

Etwas wirkt weiter.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Aber was geschieht,

wenn nicht nur ich untersuche?

Nicht gesprochen. [Pause]

Wenn jemand anderes sieht?

Anders sieht?

Oder dasselbe sieht?

Nicht gesprochen. [Pause]

Wenn jemand anderes fragt?

Nicht meine Frage.

Die eigene.

Nicht gesprochen. [Silence]

Ich gebe keine Antwort vor.

Ich gebe keine Richtung vor?

Nicht gesprochen. [Cut]

Doch.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich setze Bedingungen.

Eine Karte.

Ein Wort.

Einen Raum.

Eine Stimme.

Eine Pause.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Auch meine Setzung gibt Richtung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Auch meine Frage.

Auch meine Auswahl.

Nicht gesprochen. [Hard cut]

WAS GIBT MEINER SETZUNG RICHTUNG?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ich gestalte die Bedingungen.

Nicht die Erkenntnis.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich eröffne die Untersuchung.

Nicht ihr Ergebnis.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Aus meiner künstlerischen Arbeit

entsteht ein Raum

für die Untersuchung anderer.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht gesprochen. [Switch to native English pronunciation]

Nicht gesprochen. [Speak slowly, clearly, one word at a time]

Creative.

Nicht gesprochen. [Pause]

Mind.

Nicht gesprochen. [Pause]

Gymnastics.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Nicht gesprochen. [Switch back to German]

Die Gymnastik des Noch-Nicht.

Nicht gesprochen. [Silence]

Keine richtige Antwort.

Kein vorgeschriebenes Ergebnis.

Keine Verpflichtung zur Veränderung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Etwas kann anders werden.

Etwas kann bleiben.

Etwas kann noch nicht sein.

Nicht gesprochen. [Long silence]

DAS NOCH-NICHT IST NICHT DAS NOCH-FEHLENDE.

Nicht gesprochen. [Pause]

VORDEM.

SOFORT/

UN/

Nicht gesprochen. [Pause]

Noch nicht.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Was war da?

Was ist da?

Was wirkt weiter?

Nicht gesprochen. [Cut]

Was gibt Richtung?

Nicht gesprochen. [Pause]

Was gibt meiner Frage Richtung?

Nicht gesprochen. [Pause]

Was gibt deiner Frage Richtung?

Nicht gesprochen. [Long silence]

WHAT DIRECTS?

Nicht gesprochen. [Long silence]

FREI IM DENKEN.

Nicht gesprochen. [Silence]

Nicht gesprochen. [End]

Nicht gesprochen. [Spoken Word. Eine Stimme. Ruhig, präzise, körperlich präsent. Kein Gesang. Keine Musik. Pausen gehören zur Komposition. Regieanweisungen in eckigen Klammern werden nicht gesprochen.]

Ich sehe.

Ich sehe etwas.

Ich erkenne etwas.

Ich gebe ihm einen Namen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Natur.

Produktion.

Eingriff.

Erhaltung.

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS HABE ICH DAMIT SCHON ENTSCHIEDEN?

Nicht gesprochen. [Langsame Pause]

Eine Weide.

Ein Rind.

Ein Mensch.

Nicht gesprochen. [Pause]

Das Rind frisst.

Das Gras wächst.

Der Mensch greift ein.

Nicht gesprochen. [Pause]

Er erhält die Weide.

Oder verändert er sie?

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS ERHALTEN WIR, INDEM WIR EINGREIFEN?

WAS VERÄNDERN WIR DADURCH?

Nicht gesprochen. [Lange Pause]

Ein Meer.

Ein Floß.

Ein Seil.

Eine Muschel.

Nicht gesprochen. [Pause]

Der Mensch befestigt.

Das Wasser strömt.

Die Muschel filtert.

Die Muschel wächst.

Nicht gesprochen. [Pause]

Wer produziert?

Wer ermöglicht?

Was wirkt mit?

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS HABEN WIR HERVORGEBRACHT?

WOFÜR HABEN WIR DIE BEDINGUNGEN GESCHAFFEN?

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

Ich greife ein.

Etwas verändert sich.

Ich greife nicht ein.

Etwas verändert sich.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich lasse es.

Ich lasse es geschehen.

Ich lasse es nicht geschehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

IST NICHTS TUN KEIN HANDELN?

Nicht gesprochen. [Lange Pause]

Ich untersuche.

Ich erkenne etwas.

Ich untersuche weiter.

Ich erkenne etwas anderes.

Nicht gesprochen. [Pause]

Mein Begriff verändert sich.

Meine Frage verändert sich.

Vielleicht verändert sich meine Entscheidung.

Vielleicht nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

MUSS SICH ETWAS VERÄNDERN?

Nicht gesprochen. [Stille]

Ich weiß noch nicht.

Ich könnte weiterfragen.

Ich könnte noch etwas übersehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Aber etwas wartet.

Ein Tier.

Ein Mensch.

Eine Gelegenheit.

Eine Folge.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht alles wartet auf mich.

Nicht gesprochen. [Langsame Pause]

WORAN ERKENNE ICH, DASS ES ZEIT IST, ZU ENTSCHEIDEN?

Nicht gesprochen. [Stille]

Ich kann warten.

Ich kann entscheiden.

Ich kann handeln.

Ich kann etwas unterlassen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Aber kann ich immer warten?

Wer kann warten?

Wer muss handeln?

Wer trägt die Folgen?

Nicht gesprochen. [Pause]

WER ODER WAS BESTIMMT, WIE LANGE ETWAS OFFENBLEIBEN KANN?

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

Ich entscheide.

Nicht, weil ich alles weiß.

Nicht, weil nichts mehr offen ist.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich entscheide mit dem,

was ich bis jetzt erkennen kann.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich setze etwas.

Eine Grenze.

Eine Form.

Eine Handlung.

Ein Jetzt.

Nicht gesprochen. [Pause]

Etwas wird möglich.

Etwas anderes nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS SCHLIESSE ICH AUS, INDEM ICH MICH FESTLEGE?

Nicht gesprochen. [Lange Pause]

Eine Entscheidung.

Eine Folge.

Eine neue Bedingung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Jetzt ist etwas anders.

Vielleicht auch ich.

Nicht gesprochen. [Pause]

Ich schaue wieder.

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS GILT NOCH?

WAS GILT ANDERS?

WAS HABE ICH ÜBERSEHEN?

Nicht gesprochen. [Stille]

Ich kann meine Frage ändern.

Ich kann meine Meinung ändern.

Ich kann eine neue Richtung einschlagen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Aber nicht alles zurücknehmen.

Nicht jede Folge.

Nicht jede Handlung.

Nicht jede Entscheidung.

Nicht gesprochen. [Pause]

WAS BLEIBT, AUCH WENN ICH ANDERS DENKE?

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

Offenheit.

Verantwortung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Offen bleiben.

Sich festlegen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht jedes Offenbleiben ist Freiheit.

Nicht jede Festlegung ist Stillstand.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht jede Veränderung ist ein Fortschritt.

Nicht jedes Bleiben ein Fehler.

Nicht gesprochen. [Lange Pause]

WAS GIBT MEINEM OFFENBLEIBEN RICHTUNG?

WAS GIBT MEINER FESTLEGUNG RICHTUNG?

Nicht gesprochen. [Stille]

Ich untersuche.

Und während ich untersuche,

verändert sich vielleicht,

was ich untersuche.

Nicht gesprochen. [Pause]

Auch meine Frage

hat eine Richtung.

Nicht gesprochen. [Pause]

WARUM GERADE DIESE FRAGE?

WARUM JETZT?

WARUM NICHT EINE ANDERE?

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

Noch nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

Jetzt.

Nicht gesprochen. [Pause]

Wieder offen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht alles.

Nicht immer.

Nicht für jeden.

Nicht gesprochen. [Stille]

DAS NOCH-NICHT IST KEIN DAUERZUSTAND.

Nicht gesprochen. [Pause]

Es ist eine Möglichkeit.

Nicht gesprochen. [Pause]

Und manchmal

ist sie vorbei.

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

Nicht gesprochen. [Switch to native English pronunciation]

Nicht gesprochen. [Speak slowly, clearly, one word at a time]

Creative.

Nicht gesprochen. [Pause]

Mind.

Nicht gesprochen. [Pause]

Gymnastics.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Nicht gesprochen. [Pause]

Die Gymnastik des Noch-Nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

WHAT DIRECTS?

Nicht gesprochen. [Lange Stille]

FREI IM DENKEN.

Nicht gesprochen. [Spoken Word]

Nicht gesprochen. [Calm, slow, precise, intimate voice]

Nicht gesprochen. [No singing]

Nicht gesprochen. [No music]

Nicht gesprochen. [Long pauses and silence]

Nicht gesprochen. [Gradually increasing intensity]

Nicht gesprochen. [Questions remain open]

Es ist geschehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Jetzt ist es so.

So ist es geworden.

Nicht gesprochen. [Long pause]

MUSSTE ES SO WERDEN?

Nicht gesprochen. [Silence]

Ein Anfang.

Eine Richtung.

Ein Schritt.

Noch ein Schritt.

Nicht gesprochen. [Pause]

Eine Möglichkeit.

Noch eine.

Und noch eine.

Nicht gesprochen. [Long pause]

Dann.

Eine Entscheidung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Oder keine.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Etwas geschieht.

Etwas anderes nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

Was nicht geschieht,

ist nicht geschehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Aber war es unmöglich?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Ich hätte.

Du hättest.

Wir hätten.

Nicht gesprochen. [Pause]

Hätten wir?

Nicht gesprochen. [Long pause]

Gewusst?

Gesehen?

Erkannt?

Nicht gesprochen. [Pause]

Oder glauben wir jetzt,

wir hätten es wissen können?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Vorher war vorher.

Jetzt ist nachher.

Nicht gesprochen. [Pause]

Und plötzlich

erklärt das Nachher

das Vorher.

Nicht gesprochen. [Long pause]

Es war richtig.

Weil es funktioniert hat.

Nicht gesprochen. [Pause]

Es war falsch.

Weil es nicht funktioniert hat.

Nicht gesprochen. [Pause]

Dieselbe Handlung.

Ein anderes Ergebnis.

Ein anderes Urteil.

Nicht gesprochen. [Long silence]

WAS HAT SICH VERÄNDERT?

Nicht gesprochen. [Pause]

Die Handlung?

Das Wissen?

Die Zeit?

Oder unser Blick?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Es hätte anders kommen können.

Nicht gesprochen. [Pause]

Vielleicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

Vielleicht auch nicht.

Nicht gesprochen. [Long pause]

Was wissen wir

über Möglichkeiten,

die nie Wirklichkeit wurden?

Nicht gesprochen. [Silence]

Eine Spur.

Eine Erinnerung.

Eine Begründung.

Nicht gesprochen. [Pause]

So musste es kommen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Musste?

Nicht gesprochen. [Pause]

So konnte es kommen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Konnte?

Nicht gesprochen. [Pause]

So ist es gekommen.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Drei Sätze.

Nicht derselbe Satz.

Nicht gesprochen. [Long pause]

Ich schaue zurück.

Ich sehe eine Richtung.

Nicht gesprochen. [Pause]

Aber war sie schon da?

Oder entsteht sie erst,

weil ich das Ende kenne?

Nicht gesprochen. [Long silence]

WER GIBT DER VERGANGENHEIT RICHTUNG?

Nicht gesprochen. [Long pause]

Eine Entscheidung

beendet eine Möglichkeit.

Nicht gesprochen. [Pause]

Oder verändert sie.

Nicht gesprochen. [Pause]

Oder eröffnet andere.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Entschieden.

Nicht abgeschlossen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Geschehen.

Nicht verstanden.

Nicht gesprochen. [Pause]

Geworden.

Nicht fertig.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Was bleibt?

Nicht gesprochen. [Pause]

Was wirkt weiter?

Nicht gesprochen. [Pause]

Was ist noch möglich?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Vielleicht

ist eine Entscheidung

kein Ende.

Nicht gesprochen. [Pause]

Vielleicht

beginnt mit ihr

etwas,

das wir noch nicht sehen.

Nicht gesprochen. [Long pause]

Noch nicht.

Nicht gesprochen. [Pause]

Noch nicht gesehen.

Noch nicht erkannt.

Noch nicht entschieden.

Nicht gesprochen. [Long silence]

WAS BLEIBT MÖGLICH, NACHDEM WIR UNS ENTSCHIEDEN HABEN?

Nicht gesprochen. [Very long silence]

Und wenn wir

noch einmal hinschauen?

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht um zurückzugehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Nicht um das Geschehene

ungeschehen zu machen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Sondern um zu erkennen,

was weiterhin wirkt.

Nicht gesprochen. [Long silence]

Es ist geschehen.

Nicht gesprochen. [Pause]

Jetzt ist es so.

Nicht gesprochen. [Long pause]

UND WAS JETZT?

Nicht gesprochen. [Long silence]

Nicht gesprochen. [End. No music. No resolution.]

03

Mein Werk steht vor dem System.

Was bringt mich dazu, anders weiterzudenken?

Steffen Rolla zeichnet auf einem großen Blatt über einer gebogenen Wabenplatte.

Wabenplatte

Ich arbeite mit einem Material, dessen Struktur und Widerstand mein Handeln beeinflussen. Ich untersuche, welche Möglichkeiten im Zusammenspiel von Körper, Bewegung und Material entstehen.

Zwei Hände biegen eine Wabenplatte zu einer Welle, die Wabenstruktur bleibt im Schnitt sichtbar.

Widerstand

Mich interessiert, was geschieht, wenn eine bereits entstandene Richtung auf eine Grenze trifft. Widerstand kann Möglichkeiten begrenzen, bestätigen oder neue Fragen entstehen lassen.

Ein Anchoa-Filet auf einem hellen Teller vor schwarzem Grund.

Anchoa

Ich beginne mit einem Filet. Fragen nach Herkunft und Verarbeitung erschließen weitere Zusammenhänge. Dabei wird auch untersuchbar, warum ich gerade diese Fragen stelle und was ich möglicherweise übersehe.

04

Aus meiner künstlerischen Praxis ist CMG entstanden.

Was ich zunächst selbst an Materialien, Gegenständen und Situationen untersucht habe, führte zur Entwicklung von Creative Mind Gymnastics.

Mit CMG gestalte ich Bedingungen, unter denen auch andere Menschen ihre eigenen Wahrnehmungen, Fragen und Handlungen untersuchen können.

Sie müssen weder meine Erfahrungen wiederholen noch zu meinen Schlussfolgerungen gelangen.

CMG untersucht, was unserem Sehen, Denken und Entscheiden Richtung gibt. Es macht zugleich untersuchbar, wodurch die eigene Untersuchung Richtung erhält.

Offenheit schließt Festlegung nicht aus. Festlegung muss Offenheit nicht beenden.

Ich gestalte
die Bedingungen.

Die Untersuchung
wird ihre eigene.

Das Ergebnis
bleibt offen.

CMG · Creative Mind Gymnastics

Die Gymnastik des Noch-Nicht.

CMG · Wirkfelder

Eine weiterführende Untersuchung

WHAT DIRECTS?

Investigations into what shapes how we see, think and act.

WHAT DIRECTS? ist ein eigenständiges publizistisches Projekt von Steffen Rolla. Es untersucht, welche Bedingungen unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Handeln prägen.

whatdirects.com, externer Link

05

Eine Frage kann ein Anfang sein.

Die Manifeste sind eigenständige künstlerische Arbeiten. Aus meiner Praxis entstehen Werke, Untersuchungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

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