STEFFEN ROLLA

Das Werk

CMG ist aus einer jahrzehntelangen künstlerischen, gestalterischen und konzeptionellen Praxis hervorgegangen. Es ist ein zentraler Zusammenhang darin – aber nicht mit ihr identisch.

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Seit Jahrzehnten bewegt sich diese Praxis zwischen Gestaltung und Kunst, Material und Sprache, Bild und Klang, Körper und Raum, Beobachtung und Handlung.

Es besitzt keine festgelegte Erscheinungsform.

Eine Arbeit kann als Objekt, Fotografie, Film, Text, Song, Edition, räumliche Setzung, Untersuchung oder körperlicher Vollzug erscheinen.

Aus dieser langen künstlerischen, gestalterischen und konzeptionellen Praxis ist über Jahre ein Zusammenhang hervorgetreten, der heute den Namen Creative Mind Gymnastics — CMG trägt.

CMG wurde nicht vor das Werk gesetzt.

CMG ist aus dem Werk hervorgegangen.

Heute bildet es einen zentralen künstlerischen und methodischen Zusammenhang innerhalb des Werks. Es besitzt eine eigene Grammatik, Verfahren, Untersuchungsformen und gesellschaftliche Wirkfelder.

Doch nicht jede Arbeit von Steffen Rolla muss CMG sein.

Eine Arbeit kann innerhalb von CMG entstehen, aus einer CMG-Untersuchung hervorgehen, sich mit dem System überschneiden oder unabhängig davon bestehen.

DAS WERK IST GRÖSSER ALS DAS SYSTEM.
DAS SYSTEM IST AUS DEM WERK ENTSTANDEN.

WERK ERFAHRUNG WIDERSTAND SPUR CMG NEUES WERK

Vor dem System

Am Anfang von CMG stand kein fertiges System.

Ihm gingen Jahrzehnte des eigenen Arbeitens und der Begegnung mit den Arbeitsweisen anderer voraus.

Bevor Begriffe wie SOFORT/, UN/, VORDEM, VOLLZUG oder SPUR entstanden, gab es Erfahrungen, Beobachtungen und wiederkehrende Fragen.

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  • Wie beginnt etwas?
  • Wann entsteht eine Entscheidung?
  • Was bestimmt eine Handlung, bevor sie bewusst entschieden wurde?
  • Was geschieht zwischen Vorstellung und tatsächlichem Tun?
  • Warum reagieren Menschen auf dieselbe Situation unterschiedlich?
  • Was verändert ein Material?
  • Was verändert eine Information?
  • Was verändert ein Gegenüber?
  • Wann wird aus einer Möglichkeit eine Festlegung?

Die Begriffe kamen später.

Die Erfahrungen waren vorher da.

Das System war nicht zuerst da.
Zuerst war die Arbeit.

Zwanzig Jahre Analyse, Konzeption und Gestaltung

Ein wesentlicher Erfahrungsboden entstand in rund zwanzig Jahren als Inhaber einer eigenen Kommunikationsagentur.

Kommunikationsgestaltung beginnt nicht mit einer sichtbaren Oberfläche.

Bevor ein Erscheinungsbild, eine Publikation, ein Film, eine Kampagne oder ein anderes Kommunikationsmittel entstehen kann, muss etwas untersucht werden.

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  • Was liegt tatsächlich vor?
  • Was ist wesentlich?
  • Welche Information wird zuerst wahrgenommen?
  • Welche Ordnung ist bereits vorhanden?
  • Was muss unterschieden werden?
  • Was soll sichtbar werden?
  • Was darf zunächst zurücktreten?
  • Welches Medium kann etwas leisten – und welches nicht?

Analyse, Konzeption und Gestaltung waren über viele Jahre miteinander verbunden.

Eine Aufgabe wurde untersucht, strukturiert, verdichtet und anschließend in eine konkrete Form übersetzt.

Text, Typografie, Bild, Fotografie, Film und Raum waren dabei nicht nur Mittel zur Darstellung.

Sie ordneten Aufmerksamkeit.

  • Gestaltung hebt hervor.
  • Gestaltung lässt verschwinden.
  • Sie erzeugt Reihenfolgen und Hierarchien.
  • Sie schafft Erwartungen.
  • Sie kann Zusammenhänge öffnen.
  • Und sie kann Wahrnehmung bereits festlegen, bevor jemand bemerkt, dass eine Ordnung wirksam geworden ist.

Was später innerhalb von CMG als Frage nach den Bedingungen von Wahrnehmung präzisiert wurde, besitzt hier eine lange Vorgeschichte.

Bevor CMG Wahrnehmungsbedingungen untersuchte, lagen Jahrzehnte Erfahrung darin, Zusammenhänge zu analysieren und in Gestaltung zu übersetzen.

Mehr als 200 künstlerische Begegnungen

Eine zweite große Erfahrungsbewegung entstand aus dem unmittelbaren Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern.

Über viele Jahre kam es zu intensiveren Arbeitszusammenhängen mit etwas mehr als 200 Künstlerinnen und Künstlern.

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Diese Begegnungen ermöglichten einen ungewöhnlich breiten Einblick in künstlerische Arbeitsweisen.

Im Atelier standen nicht nur fertige Werke.

Dort waren auch die Bedingungen ihrer Entstehung sichtbar:

  • Materialien
  • Werkzeuge
  • Tische
  • Wände
  • Archive
  • Ordnung und Unordnung
  • verworfene Versuche
  • Übermalungen
  • liegengebliebene Arbeiten
  • wiederkehrende Bewegungen
  • Entscheidungen, für die es zunächst keine Erklärung gab

Jedes Atelier zeigte eine andere Ordnung des Arbeitens.

Es gab nicht den künstlerischen Prozess.

Nicht die eine Form von Kreativität.

Nicht den einen richtigen Weg von einer Idee zum Werk.

Mehr als 200 Begegnungen bedeuteten nicht mehr als 200 Antworten.
Sie zeigten mehr als 200 unterschiedliche Weisen, mit dem Unfertigen umzugehen.

Menschen beim Arbeiten erleben

Besonders intensiv wurde diese Erfahrung in der gemeinsamen Arbeit für die Online-Kunstschule.

Künstlerische Prozesse wurden nicht nur besprochen.

Sie wurden über viele Stunden begleitet und aufgezeichnet.

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Die Kamera blieb beim Arbeiten.

  • Wie beginnt jemand?
  • Wann wird entschieden?
  • Wann wird gezögert?
  • Wann greift Routine?
  • Wann verändert ein Material die ursprüngliche Absicht?
  • Wann wird eine Spur weitergeführt?
  • Wann wird sie aufgegeben?
  • Wann entsteht etwas, das vorher nicht geplant war?
  • Was geschieht, wenn etwas nicht funktioniert?

Über die Jahre entstanden mehr als 1.000 Videokurse und umfangreiche begleitende Arbeitsmaterialien.

Dabei wurde immer deutlicher:

  • Menschen nehmen unterschiedlich wahr.
  • Sie denken unterschiedlich.
  • Sie entscheiden unterschiedlich.
  • Sie benötigen unterschiedliche Formen von Orientierung, Freiheit und Widerstand.

Was für einen Menschen einen Prozess öffnet, kann ihn für einen anderen schließen.

Die spätere Beschäftigung mit unterschiedlichen Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsweisen wurde damit nicht zuerst theoretisch formuliert.

Sie wurde über Jahre erlebt.

Nicht eine richtige Arbeitsweise wurde sichtbar.
Sichtbar wurde die Verschiedenheit menschlicher Vollzüge.

Den Prozess noch einmal sehen

Mit der Aufnahme endete die Beobachtung nicht.

Das entstandene Video- und Tonmaterial wurde anschließend über viele weitere Stunden gesichtet, gehört, geschnitten, strukturiert und verdichtet.

Dadurch wurde ein Arbeitsprozess ein zweites Mal durchlaufen.

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Nun nicht mehr nur als unmittelbar miterlebte Situation.

Sondern im aufgezeichneten Material.

  • Eine Bewegung konnte wiederholt betrachtet werden.
  • Eine Pause bekam plötzlich Bedeutung.
  • Eine beiläufige Bemerkung konnte einen ganzen Arbeitsprozess verändern.
  • Eine Entscheidung ließ sich bis zu einem kleinen vorhergehenden Moment zurückverfolgen.

Wiederholungen wurden sichtbar.

Brüche wurden hörbar.

Übergänge, die während der Aufnahme kaum auffielen, traten beim Schnitt hervor.

Auch Unterschiede zwischen Sprache und Handlung konnten sichtbar werden: zwischen dem, was jemand über seine Arbeitsweise sagte, und dem, was Hände, Körper und Material tatsächlich taten.

Der Schnitt wurde damit selbst zu einer Form der Aufmerksamkeit.

  • Er verlangsamte.
  • Er unterschied.
  • Er wiederholte.
  • Er verschob.
  • Er ließ weg.

Und er zwang immer wieder zu der Frage:

Was ist hier eigentlich geschehen?

Der Prozess wurde erlebt – und anschließend wieder und wieder gesehen, gehört, zerlegt und neu zusammengesetzt.

Ein Medium reicht nicht

Während dieser Arbeit wurde zugleich eine Grenze des Videos sichtbar.

Das bewegte Bild konnte einen Prozess zeigen.

Aber es konnte nicht alles zugleich leisten.

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  • Manche Abläufe mussten angehalten werden.
  • Einzelne Schritte mussten voneinander getrennt werden.
  • Eine Handbewegung brauchte eine fotografische Sequenz.
  • Ein komplexer Vorgang musste sprachlich präzisiert werden.
  • Materialien mussten benannt und geordnet werden.
  • Ein Zusammenhang brauchte eine Grafik.
  • Ein langer Prozess musste in nachvollziehbare Schritte übersetzt werden.

Daraus entstanden neben den Videos:

Fotografie · Text · Schritt-für-Schritt-Anleitungen · Materialübersichten · Detailaufnahmen · Grafik · Arbeitsblätter · Ton

Nicht jedes Medium kann dasselbe wahrnehmbar machen.

Film zeigt Bewegung.

Fotografie hält einen Zustand.

Ton trägt Stimme, Rhythmus, Pause und Nähe.

Text unterscheidet und verdichtet.

Grafik ordnet Relationen.

Eine Anleitung zerlegt einen komplexen Vorgang in vollziehbare Schritte.

Das spätere transmediale Arbeiten von CMG beginnt deshalb nicht erst mit der Formulierung des Systems.

Seine Vorgeschichte liegt auch in diesen Jahren des Beobachtens, Aufzeichnens, Schneidens, Übersetzens und medialen Neuordnens.

Arbeit, Entscheidung, Handlung

Über diese Arbeitszusammenhänge hinweg wurde eine weitere Erfahrung immer wieder sichtbar:

Menschen handeln nicht in einem leeren Raum.

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  • Eine Situation ist bereits gestaltet, bevor eine Entscheidung fällt.
  • Eine Rolle kann vorgeben, was möglich erscheint.
  • Eine Erwartung kann eine Handlung vorbereiten.
  • Eine Hierarchie kann bestimmen, wer spricht und wer wartet.
  • Zeitdruck kann die erste plausible Lösung zur scheinbar selbstverständlichen Entscheidung machen.
  • Eine vertraute Arbeitsweise kann weitergeführt werden, obwohl ihre Voraussetzungen längst verändert sind.
  • Eine Information kann Wahrnehmung verschieben.
  • Eine Zahl kann ein Urteil vorbereiten.
  • Ein Begriff kann festlegen, was anschließend überhaupt noch gesehen wird.

Diese Beobachtungen waren zunächst keine Theorie.

Sie entstanden beim Arbeiten mit Menschen – immer wieder, in konkreten Entscheidungs- und Handlungssituationen.

WAS HAT SCHON MITGEDACHT, BEVOR DU DACHTEST?

WAS HAT SCHON MITENTSCHIEDEN, BEVOR DU ENTSCHIEDEN HAST?

WAS HAT DEINE HANDLUNG VORBEREITET, BEVOR DU SIE ALS DEINE ERLEBT HAST?

Widerstand und Spur

Eine entscheidende Verdichtung dieser lange gewachsenen Erfahrungen entstand in der eigenen körperlich-materialen Arbeit.

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  • Eine Wabenplatte wird in die Hände genommen.
  • Sie wird gehalten, gebogen, gerieben, geschnitten, geschichtet und neu angeordnet.
  • Sie gibt nach.
  • Aber nicht beliebig.

Die Hand verändert das Material.

Das Material verändert die Bewegung der Hand zurück.

  • Wer zu stark drückt, begegnet einer Grenze.
  • Wer nachlässt, verliert möglicherweise die Form.
  • Wer eine Vorstellung vollständig durchsetzen will, muss auf das reagieren, was das Material selbst zulässt.

Aus diesem Ringen entstehen Kanten, Linien, Faltungen, Zwischenräume und Formen.

Mit Graphit und Papier entstehen Frottagen.

Eine Spur macht etwas sichtbar, das vorher körperlich erfahren wurde.

Nicht als Illustration eines fertigen Gedankens.

Sondern als Folge des Vollzugs.

Hier verdichtete sich eine Erfahrung, die in vielen früheren Zusammenhängen bereits vorhanden gewesen war:

Arbeit entsteht nicht allein aus Absicht.

Sie entsteht auch aus Antwort.

Aus dem, was ein Material, ein Gegenüber, eine Situation oder ein Ort zurückgibt.

WIDERSTAND IST NICHT NUR HINDERNIS.
WIDERSTAND IST ANTWORT.

Die Spur war zunächst materiell.

Noch nicht Begriff.

Noch nicht Theorie.

Noch nicht System.

Wie CMG hervortritt

Aus der wiederholten Arbeit mit diesen Spuren entstanden Fragen.

Aus Fragen entstanden sprachliche Verdichtungen.

Begriffe tauchten auf, wurden verworfen, verändert und erneut geprüft.

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Immer deutlicher wurde eine Bewegung:

Wahrnehmung kommt nicht voraussetzungslos an.

Etwas ist bereits vorhanden.

Erfahrung. Erinnerung. Sprache. Erwartung. Ordnung. Bild. Bewertung. Routine.

Bedeutung beginnt sich zu bilden, bevor ein Mensch diesen Übergang unbedingt bemerkt.

Genau an diesem Übergang entwickelte sich allmählich Creative Mind Gymnastics — CMG.

CMG wurde nicht als Theorie über das bestehende Werk gelegt.

Es trat aus einer bereits lange vorhandenen Praxis hervor:

aus Gestaltung aus Beobachtung aus Begegnung aus körperlicher Arbeit aus Widerstand aus Spur aus Sprache aus wiederholter Rückkehr

Aus Erfahrung entstanden Spuren.
Aus Spuren entstanden Fragen.
Aus Fragen entstand eine Grammatik.
Aus dieser Grammatik trat CMG hervor.

SOFORT/ bezeichnet die schnelle Schließung.

UN/ unterbricht.

VORDEM bezeichnet den geöffneten Raum.

Widerstand hält ihn beweglich.

Im VOLLZUG geschieht die konkrete Erfahrung.

Eine SPUR bleibt.

Diese Architektur gehört zu CMG.

Sie ist heute ein zentraler Zusammenhang innerhalb des Werks.

Aber sie ist nicht das gesamte Werk.

WERK HEUTE

Werk heute

Vom System zurück ins Werk

Mit CMG endet diese Entwicklung nicht.

Das System wirkt auf die künstlerische Arbeit zurück.

Aus Untersuchungen entstehen neue Texte, Bilder, Fotografien, Songs, Klänge, Editionen, Situationen und räumliche Arbeiten.

Ein Werk kann eine Untersuchung auslösen.

Eine Untersuchung kann ein Werk hervorbringen.

Eine Arbeit kann sich anschließend von ihrem ursprünglichen Zusammenhang lösen und eigenständig werden.

WERKCMGNEUES WERK

Formen

Objekt · Graphit · Zeichnung · Fotografie · Film · Text · Sprache · Song · Audio · Edition · Installation · räumliche Setzung · Intervention · Vollzug · Situation · Spur · künstlerische Untersuchung

Nicht das Medium entscheidet über die Zugehörigkeit zum Werk.

Und auch CMG ist keine Voraussetzung dafür.

CMG kann Werke hervorbringen.
Aber nicht jedes Werk muss CMG sein.

Verhältnis zu CMG

Innerhalb von CMG

CMG ist konstitutiver Bestandteil der Arbeit.

Aus CMG hervorgegangen

Eine Untersuchung oder ein Vollzug bildet den Ausgangspunkt; daraus entsteht ein eigenständiges Werk.

In Relation zu CMG

Eine Arbeit berührt Fragen des Systems, ohne seiner Architektur vollständig zu folgen.

Eigenständig

Eine Arbeit entsteht außerhalb von CMG und gehört dennoch selbstverständlich zum Werk von Steffen Rolla.

CMG bezeichnet eine künstlerische Systembildung.
Das Werk bezeichnet den größeren Zusammenhang.

Künstlerische Forschung

Künstlerische Forschung durchzieht das Werk.

Sie kann mit Material beginnen.

Mit einem Bild.

Einem Satz.

Einer Stimme.

Einer Reise.

Einem Geschmack.

Einer Beobachtung.

Einer Irritation.

Oder mit einer Frage, für die zunächst noch keine Form vorhanden ist.

ErfahrungSpurFrageUntersuchungWerkneue Frage

CMG ist eine weit entwickelte Systembildung innerhalb dieser Forschung.

Die Forschung selbst ist größer.

Die Ordnung von rolla.studio

WERKE

zeigen die konkreten künstlerischen Arbeiten und Werkkomplexe.

VERFAHREN

beschreiben wiederkehrende Operationen, Grammatiken und Arbeitsweisen.

SITUATIONEN

zeigen Arbeiten in konkreten Orten, Zeiten und Begegnungen.

WIRKFELDER

bezeichnen die gesellschaftlichen Kontexte von CMG:

WORK · EDUCATION · HEALTHY · DEMOCRACY · CITY · EVERYDAY

Die Wirkfelder ordnen nicht das gesamte Werk.

Sie gehören zum System CMG.

Das Werk bleibt offen

Diese Ordnung soll das Werk nicht abschließen.

  • Ein neues Material kann etwas hervorbringen, für das noch kein Begriff vorhanden ist.
  • Eine Untersuchung kann eine bisherige Annahme verändern.
  • Ein Werk kann sich aus dem Zusammenhang lösen, in dem es entstanden ist.
  • Etwas außerhalb von CMG kann später für dessen Entwicklung wichtig werden.
  • Ein Begriff, der heute trägt, kann durch neue Erfahrung wieder in Bewegung geraten.

Die Ordnung dient nicht dazu, alles möglichst schnell einzuordnen.

Sie dient dazu, Unterschiede nicht vorschnell einzuebnen.

DAS WERK BRINGT SYSTEME HERVOR.
ABER ES GEHT IN IHNEN NICHT AUF.

Vom Werk zu den Werken

Das Werkverzeichnis zeigt die konkreten Arbeiten.

Dort erscheinen Objekte, Fotografien, Filme, Texte, Songs, Klänge, Editionen, räumliche Arbeiten, Untersuchungen, Interventionen und Spuren als eigenständige Werke.

Wo eine Beziehung zu CMG wesentlich ist, wird sie benannt.

Wo sie nicht wesentlich ist, muss sie nicht hergestellt werden.

Das einzelne Werk muss nicht beweisen, dass es CMG ist.

Es darf zeigen:

woher es kommt,

was darin geschehen ist

und was es geworden ist.

DAS WERK IST GRÖSSER ALS DAS SYSTEM.
DAS SYSTEM IST AUS DEM WERK ENTSTANDEN.

Innere Werkordnung

Das Œuvre gliedert sich in Werkarchitekturen, eigenständige Werkkomplexe und Einzelwerke. Die konkreten Arbeiten stehen im Werkverzeichnis.

Werkarchitekturen

Eigenständige Werkkomplexe

Einzelwerke

Die einzelnen Arbeiten bleiben im Werkverzeichnis.